Vor 20 Jahren wurden am UN-Weltgipfel in Rio de Janeiro die Hauptpfeiler für eine nachhaltige Entwicklung gelegt. Die Nachfolgekonferenz „Rio+20" findet dieses Jahr vom 20. bis 22. Juni statt. Dann wird es Zeit, die letzten 20 Jahre zu analysieren und eine Bilanz daraus zu ziehen.
Diese guten Ansätze wurden aber nicht oder nur teilweise erfüllt und der Graben zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen klafft immer mehr auseinander, obwohl gerade diese Zusammenarbeit eine nachhaltige Entwicklung gefördert hätte.
Diese guten Ansätze wurden aber nicht oder nur teilweise erfüllt und der Graben zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen klafft immer mehr auseinander, obwohl gerade diese Zusammenarbeit eine nachhaltige Entwicklung gefördert hätte. Derzeit schreitet beispielsweise die tragische Waldrodung noch ungebremst voran, obwohl die verheerenden Folgen, wie Bodenerosion, Verlust an Biovielfalt und die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung vor Ort, längst bekannt sind. Seit der Klimakonferenz 1992 wurden 300 Millionen Hektar Wald zerstört. Dies hängt zudem vor allem mit dem Lebensstil und dem Konsumverhalten der in Industrieländern lebenden Gesellschaft zusammen.
Es ist also dringend an der Zeit, auf eine kohlenstoffarme, ressourceneffiziente und soziale Wirtschaftsform umzustellen. Erst wenn der Klimaschutz in Verbindung mit der „Green Economy" als eine Chance gesehen wird, ist es möglich, ihn zu stoppen. Die nachhaltige Wirtschaftsform ist einer der Hauptschwerpunkte und zugleich eine grosse Gipfel-Herausforderung. Auf die Konferenz müssen aber endlich eindeutige Taten folgen, damit eine nachhaltige Entwicklung auch Zukunft hat. Dabei kann nicht Wachstum die Maxime sein, da unsere Ressourcen begrenzt sind. Der Kuchen kann nicht beliebig vergrössert, aber besser und gerechter aufgeteilt werden.
(Foto: Nicholas A. Tonelli)