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Intelligente Energiegewinnung mit flexiblen Solarfolien

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solarfolieSeit dem Beschluss zur Energiewende ist das Bedürfnis nach innovativen, effizienten Technologien zur Energiegewinnung rasant gewachsen. Die Zukunft der Solartechnik soll dabei auch in der organischen Photovoltaik (OPV) liegen; schon bald wird es möglich sein, mit getönte Fensterscheiben Energie zu gewinnen.


Dünn, leicht und biegsam sind sie und seit neustem auch transparent. Die homogen beschichteten Solarfolien konnten in einem Labor in Dresden in Zusammenarbeit mit Glasanbietern, Gebäudematerialherstellern und Herstellern von organischen Photovoltaikmodulen (Solarzellen, die aus Werkstoffen der organischen Chemie bestehen, d. h. aus Kohlenwasserstoff-Verbindungen, sprich Kunststoffen) aufgrund eines einzigartigen Fertigungsverfahrens mittels Vakuumdeposition entwickelt werden. Die Folien können individuell angepasst werden und eignen sich perfekt für die Integration zwischen Glas. Der Firma Heliatek GmbH ist es gelungen, ein Produkt zu entwickeln, das neben geringen Herstellungs- und Materialkosten bei einer einfachen Handhabung eine hohe Stromausbeute erlaubt. Zudem enthalten organische Photovoltaik keine gefährlichen Stoffe. Die Herstellung ist ausserdem energieeffizient, da kein Hochtemperaturverfahren nötig ist. Die Solarzellen von Heliatek werden bei geringen Temperaturen in einem Rolle-zu-Rolle Verfahren auf eine Plastikfolie aufgedampft.

 

Die Laborzellen liefern bei einer Transparenz von 23,5% noch eine Effizienz von 7%. Bis zum geplanten Markteintritt im Jahr 2014 sollen die Zellen sogar eine Transparenz von 50% aufweisen. Ausserdem können sie farblich auf das Gebäude abgestimmt werden. Die Solarfolien sollen sogar in Betonfassaden integriert werden, um so Solarstrom zu gewinnen, ohne dabei das Gebäudedesign zu stören. Bislang wurden Fassaden auch aufgrund der hohen Systempreise und der begrenzten Eignung eher selten für Solarinstallationen genutzt. Mit den integrierbaren Folien könnte sich dies jedoch bald ändern; sie können selbst an Fassaden mit geringer direkter Sonneneinstrahlung installiert werden.

Einziger Kritikpunkt ist der bislang relativ geringe Wirkungsgrad. Dieser liegt bei herkömmlichen organischen Solarzellen bei 10,6%. Da die Folien deshalb mehr Fläche in Anspruch nehmen, sind die Installationskosten entsprechend hoch. Dies könnte sich aber mit der verstärkten Forschung auf diesem Gebiet künftig noch ändern. Bis zum Markteintritt erhofft sich Heliatek wettbewerbsfähige Preise, um mit ihren Produkten einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zum Klimaschutz zu leisten.

 

(Foto: Heliatek)

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