Damit unsere Erde auch für künftige Generationen bewohnbar bleibt, gilt es unseren Ressourcenverbrauch drastisch zu reduzieren. Ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen ist eine grundlegende Voraussetzung für den Fortbestand unseres Planeten. Allerdings muss Nachhaltigkeit in diesem Kontext aus einer ganzheitlichen Sichtweise betrachtet werden. Konkret bedeutet dies, dass die gegenseitige Abhängigkeit von Wirtschaft, Umwelt und sozialen Verhältnissen stets im Blick behalten wird. Zudem stehen nicht nur die einzelnen Staaten in der Verantwortung, sondern vielmehr jeder einzelne Bewohner dieses Planeten.
Um den Einfluss des Einzelnen sicht- und fassbar zu machen, wurde das Prinzip des ökologischen Fussabdrucks entwickelt. Dieser gibt die Fläche der Erde an, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen – bei Gleichbehaltung der heutigen Produktionsbedingungen. Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Friedrich Schmidt-Bleek mit seinem Konzept des ökologischen Rucksacks. Diese Metapher, MIPS (Material-Input pro Einheit Service) genannt, misst den Energie- und Rohstoffverbrauch, der für ein bestimmtes Produkt oder eine Leistung aufgewendet werden muss. Während der ökologische Fussabdruck also auf das Individuum fokussiert ist, steht beim ökologischen Rucksack das Produkt oder die Dienstleistung im Mittelpunkt. Daneben misst der Ansatz des virtuellen Wassers den spezifischen Wasserverbrauch eines Gutes oder einer Dienstleistung.
Im folgenden Dossier werden die drei Konzepte kurz skizziert und diskutiert.
Dossier