Buch «Blaue Schweden, Grüne Zebra, Roter Feurio»

Buch «Blaue Schweden, Grüne Zebra, Roter Feurio»

Alte Sorten neu entdeckt. Das ProSpecieRara Kochbuch

Um uns vom Wert der Erhaltung alter Gemüse-, Obst- und Nutztiersorten zu überzeugen, müssen der „Urchuchi"-Autor und Kulinarikforscher Martin Weiss und der Gastronom Albi von Felten die Bedeutung der Biodiversität für eine nachhaltige Landwirtschaft nicht einmal besonders herausstreichen. Es genügt, dass sie uns ihr Kochbuch präsentieren. Die darin gesammelten Rezepte ersetzen problemlos eine langatmige Argumentation.

 

Autor  Martin Weiss / Albi von Felten
Verlag  AT Verlag
Umfang  335 Seiten
ISBN  978-3-03800-729-6
Preis  Fr. 69.— (UVP)

 

Um Missverständnissen gleich einmal vorzubeugen: Der blaue Schwede ist eine Kartoffel, das grüne Zebra eine Tomate, und der rote Feurio ein Mangold. Sie sind nur drei von einer erlesenen Vielzahl an alten Kulturpflanzen, die den Weg in die Küche von Albi von Felten gegangen sind und sich dort unversehens in Gaumenfreuden verwandelt fanden. Manche davon werden die Leser noch kennen – die Gemüse und Obstsorten, nicht die Gaumenfreuden – und sich wahrscheinlich wundern, dass sie indessen zu den schützenswerten Arten zählen. Die über 150 Rezepte in dem gewichtigen Kochbuch stehen dennoch in keiner Gefahr, irgendeinem negativen Aspekt des Wörtchens „alt" untergeordnet zu werden. Sie sind raffiniert, innovativ und abwechslungsreich. Sinnvoll präsentiert in saisonaler Jahresfolge und in schlüssiger Reihung nach Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts, werden sie begleitet von vertiefenden Informationen und Zubereitungstipps zu den in den Rezepten verwendeten Sorten. Derselbe Schwerpunkt zieht sich weiter in die Fleischgerichte, wo, bis auf wenige Ausnahmen, das Fleisch von alten Nutztierrassen ins rechte kulinarische Licht gerückt wird.

Die Rezepte sind indessen nur das eine, womit das Buch bei uns punkten kann. Jeder bekochten Jahreszeit vorangestellt findet sich ein ausführlicher Informationsteil, in dem wir über die historischen und kulturellen Hintergründe der saisonalen Gemüse-, Obst- oder Beerensorten Aufklärung finden, bunt vermischt mit kurzweiligen Reportagen von Biohöfen, Porträts von den engagierten Rettern alter Sorten und allgemeinen Erkundungsgängen in Feld, Wald und Küche. Diese sind nicht nur informativ, sondern in ihrer neckischen Lebendigkeit auch sprachlich ein Genuss. Es ist Freude, die uns aus diesem Kochbuch entgegenweht: Experimentierfreude, Entdeckerfreude, Lebensfreude. Wir hätten jetzt gern ein goldenes Sternchen zur Hand, um diese noch einmal besonders zu würdigen.

Rezension: Sacha Rufer

 

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