Lernen von der Natur

04 Jan 2011

In der jüngeren und älteren Geschichte der Menschheit diente die Natur immer wieder als Vorbild für technische Innovationen. Seien es die Blätter der Lotuspflanze, die den Menschen zur Erfindung von selbstreinigenden Oberflächen gebracht haben, seien es Vogelflügel, welche die Flugzeugtechnologie inspirieren oder der Klettverschluss, der nach dem Vorbild der Klettfrüchte erfunden wurde.

 Seit längerem ist bekannt, dass Tiere und Pflanzen, die in polaren Regionen oder sehr hohen Lagen leben, mit Frostschutzproteinen die Bildung von grossen Eiskristallen auf ihrer Haut verhindern und damit ihr Überleben sichern. Seit neustem beschäftigen sich Tiefkühlforscher mit diesen Proteinen, da sie für die Konservation verschiedener Materialien interessant sein können. So kann schon heute durch den Einsatz von künstlichen Proteinen die Bildung von Eiskristallen auf Tiefkühlprodukten vermieden werden. Weiter kann der Einsatz von herkömmlichem (meist umweltschädlichem) Frostschutzmittel auf Oberflächen, welche nicht gefrieren sollten (wie Flugzeugtragflächen oder Rotoren von Windanlagen) durch die Antigefrierproteine reduziert werden.
In Zukunft erhofft man sich von den Frostschutzproteinen auch Möglichkeiten, transplantationsfähige Organe tiefgekühlt über längere Zeit zu lagern, was mit bisherigen Mitteln nicht ohne Schädigung der Organe geht. Es werden jedoch laufend neue Sorten von Antigefrierproteinen entdeckt. Im Laufe der Evolution hat sich nahezu jede betroffene Art ihr persönliches, perfekt angepasstes Frostschutzmittel entwickelt.
Wie so oft kann der Mensch noch viel von seiner natürlichen Umgebung lernen.

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