Tag des Glücks: Was uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert

20 Mär 2017
Glück zu teilen, egal in welcher Form, ist nicht nur für die Beschenkten ein wunderschönes Gefühl. Glück zu teilen, egal in welcher Form, ist nicht nur für die Beschenkten ein wunderschönes Gefühl.

Sind Sie glücklich? Heute ist Tag des Glückes und wir sind auf der Suche nach dem Ursprung dieses Gefühls.

Am 20. März ist der Tag des Glückes. Diesen Begriff zu definieren ist keine einfache Sache. Denn Glück kann man weder kaufen noch klauen; es kommt von innen und sieht für alle etwas anders aus.  

Bruttonationalglück anstatt Bruttoinlandsprodukt

Auch wenn Glück schwer messbar ist, wird genau dies im Himalaya gemacht. Bhutan ist bekannt dafür, dass es anstelle des Bruttoinlandprodukts das Bruttonationalglück misst. Der König Jigme Singye Wangchuck (K4) hat dies 1986 in einem Interview kundgegeben. Damals war das BIP des Landes das niedrigste weltweit mit 50 US-Dollar pro Kopf. Dem König wollte jetzt den Schwerpunkt nicht mehr darauf setzen, wie hoch das BIP in Buthan war, sondern, wie glücklich seine Bürger waren.

Mit einem Fragebogen werden seit knapp 10 Jahren rund 7‘000 zufällig ausgesuchte Bewohner (1% der Bevölkerung) Bhutans befragt, wie es ihnen geht. 43.4 Prozent sind diesen Forschungen zugrunde glücklich, die Tendenz ist steigend. Gemessen wird das Glück anhand vier Säulen, die alle gleichgewichtet sind: Kultur, Umweltschutz, Wirtschaftswachstum und gutes Regieren bilden zu gleichen Teilen das Fundament für eine glückliche Nation. So wird beispielsweise gesetzlich vorgegeben, dass mindestens 60% der Landesfläche Wald bleiben muss. Bildung und Gesundheit haben eine hohe Priorität und Wirtschaftswachstum wird gefördert, aber soll in gleichen Massen mit den anderen Säulen wachsen. Denn ein gewisser Wohlstand ist Teil des Glückes. Es fragt sich nur, wie viel wir wirklich brauchen. Aus bhutanischer Sicht setzt Kapitalismus alles nur auf eine Säule und wird früher oder später einstürzen. Kein Wunder also, wenn viele trotz grossen materiellen Wohlstands unglücklich sind.

Dinge, die uns glücklich machen

Wenn die Werbungen also unrecht haben und Shopping bei Zalando einen doch nicht „Schrei[end] vor Glück“ macht, was ist es dann, das uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Kurzerhand habe ich unser Team gefragt, was sie persönlich glücklich macht. Diese Punkte sind dabei herausgekommen:

  • Die Freiheit zu haben und selber entscheiden zu können, was man machen möchte.
  • Zeit mit Leuten zu verbringen, die man gerne hat.
  • Ein gutes Arbeitsklima haben.
  • Neues Wissen und Erkenntnisse zu erlangen.
  • Schoggi essen.
  • Zeit in der Natur zu verbringen, Schmetterlinge im hellbauen Himmel zu sehen und die Wärme der Sonne zu spüren.
  • Jemandem im Zug ein Lächeln zu schenken und vielleicht sogar ein Lächeln zurückzubekommen.

Um glücklich (oder doch zumindest zufrieden) zu sein, braucht es also nicht viel. In einer Gesellschaft, die Glück durch materielle Güter verspricht, geht dies schnell vergessen. Einen gewissen Wohlstand zu haben, gehört dazu. Doch die Dankbarkeit den Mitteln gegenüber, die uns das Leben erleichtern, fehlt uns, wenn wir damit aufwachsen. Oft werden sie dann als selbstverständlich angesehen. Durch ihr Fehlen oder Verzicht wird man sich dessen wieder bewusst. Wer schon mal im Ausland war und entweder gar kein Trinkwasser aus der Leitung zur Verfügung hatte, oder dies deutlich schlechter schmeckte als hier, der schätzt es nach der Rückkehr umso mehr.

Und wie Albert Schweitzer so schön gesagt hat: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

In diesem Sinne hoffen wir, dass auch Sie einen glücklichen Tag des Glücks verbringen.

 

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