Spanien: Die Kanareninsel El Hierro zittert

Seit mehreren Wochen gibt es immer wieder kleine Erdbeben auf der Kanareninsel El Hierro. Wissenschaftler glauben, es steige Magma auf, da sich der Boden hebt und Gas ausströmt. 

Am 16. Juli 2011 begann es in der Region El Golfo im Nordwesten von El Hierro zu beben. Seither kommt die Insel nicht mehr zur Ruhe.Über 7 000 leichte Beben wurden gezählt. Die Mehrheit war jedoch schwächer als die Stärke drei auf der Richterskala.

Vulkanologen geben Entwarnung: Es bestehe keine Gefahr auf den Kanareninseln, da es ein normales Lebenszeichen sei, wenn ein Vulkan ab und zu bebe. Doch es sind nicht nur die Erdbeben, die Sorge bereiten. Im Nordwesten der Insel hat sich der Boden um drei Millimeter erhoben und man spürt, dass er wärmer ist. Ausserdem steigt durch Erdspalten des Vulkans zunehmend Kohlendioxid in die Luft. 

Auf einer Vulkaninsel ist es immer ratsam, auf einen Ausbruch vorbereitet zu sein.


Erik Klemetti, Vulkanologe von der Denison University in Granville, USA erklärt, dass aufsteigendes Magma schuld an der aktuellen Situation sein könnte. Normalerweise enden solche Vulkanphasen damit, dass das Magma im Erdinnern stecken bleibt. Es könnte aber auch sein, dass es zu einem Ausbruch kommt. Was letztlich passieren wird, kann niemand vorhersagen. 

Der letzte historische Ausbruch des Vulkans war 550 vor Christus. Es wäre also nicht erstaunlich, wenn sich der feuerspeiende Berg zurückmelden würde. Die Kanarischen Inseln bestehen aus diesen Ausbrüchen. Ohne frisches Magma kann das Land vom Meer und Regen erodiert werden und im Laufe der Jahre im Meer versinken. Dies könnte für die Insel La Gomera zutreffen. Ihr scheint der Magmanachschub ausgegangen zu sein. 

Die Bewohner der Insel El Hierro blieben bislang gelassen. Vielleicht hat das auch mit dem Vorfall im Jahre 2004 zu tun, als auf Teneriffa nach einer Erdbebenserie die Alarmstufe erhöht wurde. Als dann Rauch über dem Gipfel des Vulkans zu sehen war, gingen so viele Notrufe ein, dass das Telefonnetz zusammenbrach. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem „Rauch“ nur um eine Schönwetterwolke handelte. 

Der Vulkanologe Klemetti warnt aber trotzdem: „Auf einer Vulkaninsel ist es immer ratsam, auf einen Ausbruch vorbereitet zu sein.“

Kommentar schreiben

Die Kommentare werden vor dem Aufschalten von unseren Administratoren geprüft. Es kann deshalb zu Verzögerungen kommen. Die Aufschaltung kann nach nachstehenden Kriterien auch verweigert werden:

Ehrverletzung/Beleidigung: Um einen angenehmen, sachlichen und fairen Umgang miteinander zu gewährleisten, publizieren wir keine Beiträge, die sich im Ton vergreifen. Dazu gehören die Verwendung von polemischen und beleidigenden Ausdrücken ebenso wie persönliche Angriffe auf andere Diskussionsteilnehmer.

Rassismus/Sexismus: Es ist nicht erlaubt, Inhalte zu verbreiten, die unter die Schweizerische Rassismusstrafnorm fallen und Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Kultur oder Geschlecht herabsetzen oder zu Hass aufrufen. Diskriminierende Äusserungen werden nicht publiziert.
Verleumdung: Wir dulden keine Verleumdungen gegen einzelne Personen oder Unternehmen.

Vulgarität: Wir publizieren keine Kommentare, die Fluchwörter enthalten oder vulgär sind.

Werbung: Eigenwerbung, Reklame für kommerzielle Produkte oder politische Propaganda haben keinen Platz in Onlinekommentaren.

Logo von umweltnetz-schweiz

umweltnetz-schweiz.ch

Forum für umweltbewusste Menschen

Informationen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Das wirkungsvolle Umweltportal.

Redaktion

Stiftung Umweltinformation Schweiz
Eichwaldstrasse 35
6005 Luzern
Telefon 041 240 57 57
E-Mail redaktion@umweltnetz-schweiz.ch

Social Media

×

Newsletter Anmeldung

Bleiben Sie auf dem neusten Stand und melden Sie sich bei unserem Newsletter an.