Der Gebäudebereich muss zur Energiestrategie 2050 einen wesentlichen Beitrag leisten

Die Energiewende will den Energieverbrauch senken und die atomare und fossile Energie durch erneuerbare Quellen ersetzen. Zur Erreichung dieses Ziels muss der Gebäudebereich einen wesentlichen Beitrag leisten. Das darf nicht Zukunftsmusik sein, sondern muss heute angepackt werden, zeigen der Bau und Betrieb von Gebäuden doch Langzeitwirkung. Mit welchen Massnahmen der Bau zur Schlüsselbranche der Energiewende werden kann, versuchte die diesjährige swissbau in Basel aufzuzeigen.

Auch im Gebäudebereich sind die technologischen Möglichkeiten enorm. Neue Innovationen in der Gebäudetechnik konfrontieren sowohl Fachleute wie interessierte Laien und eröffnen ein Potenzial, das zielgerichtet und schnell erschlossen werden muss.

Im Vordergrund stehen dabei neben ausreichender Wärmedämmung von Fassaden und Fenstern die Art der Energieversorgung und deren Effizienz. Für die Energiebilanz und das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft sind darüber hinaus aber der Betrieb und das Verhalten der Benutzer entscheidend. So stellt sich die Frage nach dem Volumen des Potenzials zur Betriebsoptimierung im Gebäudepark Schweiz ebenso wie jene nach der bedürfnisgerechten Planung für die Nutzer. Somit bewegen sich insbesondere die Architekten in einem Spannungsfeld verschiedenster Interessen. Einerseits möchten sie sich als Künstler und selbstherrliche Schöpfer verwirklichen, andererseits werden sie zusehends zu Managern und geknechteten Dienstleistern.

„Die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien eröffnet Wachstumsmärkte und ist für den Werkplatz Schweiz eine grosse Chance.“
                          Doris Leuthard, Bundesrätin

Die künftige Energieversorgung wird kaum darin bestehen, dass im Keller jedes Hauses eine Heizung steht und der Strom zentral über die Hochspannungsleitung zugeführt wird. Vielmehr wird die Energieversorgung vor allem dezentral organisiert sein, im Quartier genutzt und auch gespeichert werden. Überschüsse gehen in das Mittelspannungsnetz; Abwärme wird genutzt. Besonders im städtischen Kontext werden Energienetze die Gebäude mit Wärme und Kälte versorgen. Für diese Umstrukturierungen braucht es Fachleute teilweise neuer Berufsbilder. Bund und Kantone sind gefordert, bildungspolitische Massnahmen zu ergreifen, damit die Baubranche über genügend und geeignete Fachkräfte verfügt.

Über diese Themenvielfalt haben die 1'100 Aussteller der swissbau während fünf Tagen in vier Themenhallen mit ihren Produkten und Dienstleistungen über 100'000 Besuchern einen aktuellen Blick über Innovationen, Trends und Lösungen verschafft. Ausserdem wurden an über 50 Veranstaltungen über Bildung, Verdichtung und Lebenszyklus in Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 debattiert.

Technologien zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 sind ausreichend vorhanden. Die Energiewende kann gelingen, es fehlt nur noch an der konsequenten, innovativen und zielgerichteten Umsetzung….jedes Einzelnen, in der Politik, in der Verwaltung, in Beruf und im privaten Umfeld!

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