Das Energielabel der Europäischen Union

Nicht alle Elektrogeräte sind energieeffizient. Nicht alle Elektrogeräte sind energieeffizient.

Das EU-Energielabel soll zum Kauf von stromsparenden Geräten motivieren.
Wie nehmen die Kunden das an? Ein Vergleich der Verkaufszahlen in europäischen Ländern und von verschiedenen Gerätekategorien erlaubt einen Einblick in das aktuelle Kaufverhalten.

Wer Elektrogeräte oder elektrische Haushaltsgeräte kauft, kann sich am EU-Energielabel orientieren. Das verpflichtende Label enthält Informationen zu wichtigen technischen Eigenschaften. Herausgehoben wird die Energieeffizienz des Geräts. Die ursprüngliche Skala reicht von Effizienzklasse A (grün) bis G (rot). Wegen der kontinuierlichen technischen Verbesserungen wurden zusätzlich die Klassen A+ bis A+++ eingeführt.

Ländervergleich: So entscheiden sich die europäischen Länder

Ein Vergleich mit französischen, spanischen, britischen, österreichischen und italienischen Verbrauchern zeigt, dass die deutschen am häufigsten zu Produkten mit der Effizienzklasse A+++ greifen. Ein Grund hierfür dürften die Strompreise sein, die Deutsche am stärksten belasten. Geräte mit dem Label A+ werden in den anderen Ländern häufiger nachgefragt als in Deutschland. Beim A-Label greifen wiederum die Deutschen besonders oft zu. Geräte der Klasse A+++ sind in Großbritannien am preisgünstigsten, in Frankreich am teuersten.

Bei welchen Geräten achten Deutsche besonders auf die Energieeffizienz?

Geräte der Klasse A+++ sind in Deutschland nicht immer die teuersten.

Waschmaschinen werden besonders oft gekauft. Beinahe 95 % der Deutschen sind an Maschinen der Klasse A+++ interessiert. Bei energieeffizienten Wäschetrocknern sind es etwa 50 %. Dies hat in dieser Gerätekategorie seinen Preis, denn die Klasse A+++ erreichen nur aufwendige Wärmepumpentrockner. An Kühlschränken der Effizienzklasse A+++ zeigen noch 36 % der Kunden Interesse. Die stärkste Nachfrage in dieser Sparte zeigen die preisgünstigeren Geräte der Klasse A++.

Bei Fernsehern entscheiden sich rund 60 % der Interessenten für ein A-Gerät, deutlich weniger für A+ oder A++. Auch bei den Dunstabzugshauben und den Backöfen wählen Kaufinteressenten seltener die höchsten Energieeffizienzklassen. Der Hauptgrund bei den Abzugshauben sind die Preisunterschiede, bei den Backöfen vor allem die geringe Auswahl an Modellen mit dem besten Energielabel. Klimaanlagen der Klasse A werden mit über 40 % am häufigsten nachgefragt, die teureren, aber effizienteren, Modelle seltener. Bei den Geschirrspülmaschinen fällt die Wahl am häufigsten auf A++, über ein Drittel entscheidet sich für A+++.

Ausblick: Änderungen beim EU-Label

Ab 2019 sollen die Energielabel wieder übersichtlicher werden. Geplant ist eine Rückkehr zur ursprünglichen Skala von A bis G. Die zusätzlichen Abstufungen A+, A++ sowie A+++ gehören dann der Vergangenheit an. Die Änderung ist sinnvoll. Denn für Verbraucher ist momentan schwer zu erkennen, was die aktuell beste Energieklasse einer Gerätekategorie ist. Bei Waschmaschinen ist es beispielsweise A+++, bei Fernsehgeräten A++.

Langfristig wird mit energieeffizienten Geräten Strom und somit auch Geld gespart. Oft sind die energiesparenden Geräte auch beim Kauf nicht die teuersten. Deshalb lohnt sich ein Vergleich in jedem Fall.

 

Weiterführende Informationen 
Idealo Beitrag
Beleuchtung Direkt: Das Energielabel einer Leuchte

Kommentar schreiben

Die Kommentare werden vor dem Aufschalten von unseren Administratoren geprüft. Es kann deshalb zu Verzögerungen kommen. Die Aufschaltung kann nach nachstehenden Kriterien auch verweigert werden:

Ehrverletzung/Beleidigung: Um einen angenehmen, sachlichen und fairen Umgang miteinander zu gewährleisten, publizieren wir keine Beiträge, die sich im Ton vergreifen. Dazu gehören die Verwendung von polemischen und beleidigenden Ausdrücken ebenso wie persönliche Angriffe auf andere Diskussionsteilnehmer.

Rassismus/Sexismus: Es ist nicht erlaubt, Inhalte zu verbreiten, die unter die Schweizerische Rassismusstrafnorm fallen und Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Kultur oder Geschlecht herabsetzen oder zu Hass aufrufen. Diskriminierende Äusserungen werden nicht publiziert.
Verleumdung: Wir dulden keine Verleumdungen gegen einzelne Personen oder Unternehmen.

Vulgarität: Wir publizieren keine Kommentare, die Fluchwörter enthalten oder vulgär sind.

Werbung: Eigenwerbung, Reklame für kommerzielle Produkte oder politische Propaganda haben keinen Platz in Onlinekommentaren.

Logo von umweltnetz-schweiz

umweltnetz-schweiz.ch

Forum für umweltbewusste Menschen

Informationen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Das wirkungsvolle Umweltportal.

Redaktion

Stiftung Umweltinformation Schweiz
Eichwaldstrasse 35
6005 Luzern
Telefon 041 240 57 57
E-Mail redaktion@umweltnetz-schweiz.ch

Social Media

×

Newsletter Anmeldung

Bleiben Sie auf dem neusten Stand und melden Sie sich bei unserem Newsletter an.