BKW will auf erneuerbare Energien umsteigen - in zehn Jahren

20 Mär 2012

Der bernische Energiekonzern BKW will das höchst umstrittene AKW Mühleberg noch zehn Jahre am Netz lassen. Erst dann will die Betreiberin auf erneuerbare Energien setzen. Dies geht aus der neuen Strategie „BKW 2030“ hervor. 

Verwaltungsratspräsident Urs Gasche geht davon aus, dass das Atomkraftwerk Mühleberg nicht über das Jahr 2022 hinaus betrieben werden kann. Der Atommeiler vor den Toren Berns ist seit 1972 in Betrieb und weist erhebliche Mängel auf, die ein grosses Sicherheitsrisiko bedeuten.

 Nachdem das Bundesverwaltungsgericht vor rund zwei Wochen für Mühleberg den Entzug der unbefristeten Betriebsbewilligung und ein Instandhaltungskonzept für einen Weiterbetrieb über Juni 2013 hinaus verlangt hatte, erklärte die BKW, dass sie am Betrieb des Kraftwerks festhalten will und das Urteil an das Bundesgericht weiterzieht. Gleichzeitig sind Nachrüstungen geplant, die den Betrieb sichern sollen. Dafür werden aber mehrere hundert Millionen Franken nötig sein.

 Die neue Strategie des Konzerns richtet sich auf den Übergang und die Zeit nach Mühleberg aus. Offensichtlich ist dabei, dass die finanziellen Argumente über jenen der Sicherheit und Verantwortung stehen. Erst zweite Priorität erhalten Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Zudem will die Gruppe mit Investitionen in intelligente Netze – den sogenannten Smart Grids – Chancen nutzen und verstärkt als Dienstleisterin auftreten. Die BKW verzichtet vorerst auf die Übernahme von zusätzlichen fossil-thermischen Produktionsprojekten. Davon ausgenommen sind Anlagen, welche sich bereits im Bau befinden. Es handelt sich dabei vor allem um Beteiligungen an Kohle- und Gaskombikraftwerke in Deutschland und Italien. Diese sind wegen ihrer massiven CO2-Emmissionen äusserst umstritten.

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