Energiesparen beim Heizen und Kühlen

25 Jul 2012
Ventilatoren dienen während den heissen Tagen oft als kleine Abkühlung. Ventilatoren dienen während den heissen Tagen oft als kleine Abkühlung.

Nach einem kühlen und regnerischen Juliwochenende herrschen in der Schweiz diese Woche vorwiegend sommerliche Temperaturen. Sobald es heiss wird, werden vermehrt wieder Klimaanlagen eingeschaltet. Hierzulande könnten wir allerdings oft auf sie verzichten und so viel Energie sparen.

Die Temperaturspanne, in welcher wir uns wohlfühlen, ist im Prinzip ziemlich klein. Als ideale Wohlfühl- und Wohntemperatur liegt sie für die meisten Personen zwischen 20° und 24° Celsius. Sinkt das Thermometer an kühleren Tagen unter diese Werte, ist es durch entsprechende Bekleidung üblich, sich vor der Kälte zu schützen. Ganz ähnlich machen wir das auch in der Nacht. Damit wir beim Schlafen nicht frieren bzw. durch das Frieren nicht vom Schlafen abgehalten werden, gebrauchen wir eine unseren Körper isolierende Decke, die uns Wärme und Geborgenheit gibt.

In den kalten Jahreszeiten hat sich die Beheizung von Gebäuden und Fahrzeugen fest etabliert. In der Schweiz werden dadurch jährlich enorme Mengen an Heizenergie verbraucht, die viel Geld kosten und grosse Mengen an CO2 verursachen. Dem Heizbedarf kann und muss deshalb vermehrt durch bessere Gebäudeisolierung und umweltverträglichere Heiztechnologien wie Biomasse und/oder Solarheizungen entgegengewirkt werden.

Es ist aber nicht nur der Heiz-, sondern vermehrt auch der Kühlbedarf, der an den Ressourcen unserer Umwelt zehrt. Fachleute gehen davon aus, dass die Zahl der Kühlgradtage insbesondere für Büroräumlichkeiten zudem in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen wird. Auch in Privatwohnungen sind mittlerweile vermehrt Klimaanlagen installiert, ebenso wie in privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln. Durch die erwarteten Klimaänderungen mit längeren und heisseren Sommern wird die Nachfrage nach Raumklimatisierung und -belüftung weiter zunehmen. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Elektrizitätsbedarf, den es durch entsprechende Massnahmen einzudämmen gilt.

Im Gebäudebereich, insbesondere bei Bauten mit grossen Glasflächen, ist ein guter Sonnenschutz an den Fassaden und Dächern wichtig. Hinsichtlich der Klima- und Lüftungstechnologie muss eine sorgfältige Auswahl und Einstellung entsprechender Geräte vorgenommen werden. Energieeffizienzlabels können bei der Entscheidung helfen. Grundsätzlich sollte nicht zu stark hinuntergekühlt werden. Als Alternative bieten sich ausserdem Decken- oder Standventilatoren an. Wird mit einer Wärmepumpen-Heizung gekühlt, übernimmt diese die Funktion einer Klimaanlage, dafür wird aber ebenfalls viel Strom benötigt.

Um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden, sind nicht zuletzt auch persönliche Handlungsweisen massgebend. Statt eine Klimaanlage in der Privatwohnung zu installieren, genügt es in vielen Fällen,  jeweils morgens und abends gut durchzulüften, tagsüber aber die Fenster und Läden zu schliessen um die Sonnen- und Wärmeeinstrahlung dadurch soweit wie möglich abzuhalten. Im Auto ist es oft ausreichend, durch offene Fenster den Innenraum zu belüften. Grundsätzlich gilt es, sich zu überlegen, wie an vielen Tagen auf eine energieaufwendige Klimatisierung verzichtet und so viel Strom und Geld gespart werden kann.

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