Martina Keller

Martina Keller

Vor 29 Jahren explodierte Reaktorblock 4 im Atomkraftwerk Tschernobyl. Riesige Mengen Radionuklide wurden dabei freigesetzt und verstrahlten viele Teile Europas, insbesondere in der Ukraine. Der Einfluss der Strahlung auf Tiere, Menschen und Pflanzen wurden vielfach untersucht. Sie ist heute noch messbar und sichtbar: So zum Beispiel sehen Vögel im Unglücksgebiet nicht gleich aus wie in unverstrahlten Gebieten.

Die Energiewende muss vorangetrieben werden, aber nicht auf Kosten der Natur. Die riesigen Windparks vor den Küsten liefern sauberen Strom ans Festland, aber er ist erst dann ökologisch unproblematisch, wenn beim Bau und Betrieb auf die Meeresumwelt Rücksicht genommen wird. Insbesondere der Lärm, der beim Verankern der Pfähle der Windräder entsteht, ist für Meereslebewesen problematisch. Die Offshore-Windkraft-Industrie verfügt zurzeit über zahlreiche Massnahmen, den Lärm zu verringern oder gar ganz zu vermeiden.

Ebbe und Flut – das ständige Kommen und Gehen des Meeres bietet ein ungeheures Potential zur sauberen Energiegewinnung. Zurzeit gibt es erst wenige Gezeitenkraftwerke im Betrieb, aber viele Projekte sind in Planung – so auch im Bristolkanal bei der walisischen Stadt Swansea. Bei der Planung und Umsetzung dieser Kraftwerke gilt es aber, die ökologischen Auswirkungen so gering als möglich zu halten.

Schnell auf dem Internet nachsehen, wenn Sie etwas wissen wollen oder vorher selber nachdenken? Eine Studie zeigt, dass die Entscheidung von Ihrem Denkstil abhängt. Ob das Nachsehen statt Nachdenken tatsächlich unsere Intelligenz mindert, ist umstritten. 

Konflikte im arabischen Raum, wie jüngst der Syrienkrieg, seien auf den Klimawandel zurück zu führen. Dies folgert eine neue Studie, die den Zusammenhang zwischen Dürreperioden und Auseinandersetzungen untersucht hat. Fehlgeleitete Agrarpolitik und damit einhergehende Wasserprobleme - verschärft durch zunehmende Hitzeperioden und fehlenden Niederschlägen - führen zu Massenmigration und rasantem Bevölkerungswachstum in Städten. Werden diese Probleme vernachlässigt, führt dies zu Spannungen und schlimmstenfalls zu Krieg.

Feuchte Frühlingsnächte sind Froschnächte. Hunderte Amphibien ziehen nachts von ihren Winterquartieren in ihre Laichgewässer. Oftmals bedeutet das eine gefährliche Wanderung über Strassen, die den Amphibien statt Nachkommen den Tod beschert. Um dies zu verhindern, werden zurzeit vielerorts Schutzzäune aufgestellt und Freiwillige tragen die Tiere über die Strasse und ermöglichen so einen sicheren Amphibienlaichzug. Umweltnetz-schweiz begleitete eine Gruppe Amphibienfreundinnen bei ihrem nächtlichen Einsatz.

Das blaue GA und das blaue Halbtax haben ausgedient. Ab August 2015 zeigen Reisende im öffentlichen Verkehr dem Kontrollpersonal den roten SwissPass: Darauf werden die Abonnemente gespeichert. Mit einem Gerät prüft das Kontrollpersonal die Karte. Diese vereint öV-Abonnemente, Skipass und Zugang zu Mietvelos und -autos von Mobility.

Wer kann es sich in der Schweiz vorstellen, Käfer, Mehlwürmer, Grillen, Heuschrecken und Maden zu verzehren ? Die meisten ekelt nur schon die Vorstellung; aber Insekten bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind leicht zu züchten, sind sehr nahrhaft, sie brauchen wenig Platz, es gibt sie in grosser Zahl und sie sind weniger problematisch für die Umwelt als die uns bekannten Nutztiere Rinder, Schweine und Hühner. In tropischen Ländern werden sie als Delikatessen oder als gewöhnliches Lebensmittel verspeist. Auch die Schweiz plant eine Zulassung für essbare Insekten: Geht es nach dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit, sollen Insekten in der Schweiz ab 2016 als Nahrungsmittel erhältlich sein.

Gesundheitsrisiko Plastik: Bisphenol A (BPA) ist in vielen Alltagsgegenständen aus Kunststoffen drin, und das, obwohl ein Risiko für die menschliche Gesundheit nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat neulich den Grenzwert für diesen Stoff um mehr als einen Faktor 12 gesenkt. Sie begründet dies mit der unsicheren Datenlage. Wer sicher sein will, der verringert seinen Plastikverbrauch. 

Der „Salamanderfresser“ schlägt zu: Im Jahr 2010 tötete der Chytridpilz namens Batrachochytrium salamandrivorans alle Feuersalamander in einem holländischen Naturschutzgebiet. Weltweit sorgen sich Biologen seit den 80er-Jahren um die Amphibienbestände, die von einem verwandten Pilz, Batrachochytrium dendrobatidis, befallen werden. Der neu in Europa entdeckte Pilz, der aus Asien eingeschleppt wurde, bedroht die bereits stark angeschlagenen Bestände der einheimischen Molch- und Salamanderarten zusätzlich.

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