Martina Keller

Martina Keller

Sie gelten als cool und stehen für die moderne Verpflegung: Coffee-to-go-Becher aus Karton für den Kaffeekonsum unterwegs. Sie sind praktisch, denn man kann kurz vor Abfahrt des Zuges noch schnell einen Kaffee holen, wenn man zu Hause keine Zeit mehr hatte, ihn zuzubereiten. Sie sind schnell entsorgt: Ist der Becher einmal ausgeschlürft, stopft man ihn in den Abfallkübel; man braucht ihn im Gegensatz zu einer Thermoskanne nicht den ganzen Tag mit sich herumtragen. Dass die Kaffeebecher praktisch sind, ist genauso unbestritten, wie die Müllberge, die durch sie verursacht werden; ganz zu schweigen von ihrer Herstellung.

Bis vor wenigen Jahrzehnten war Indien ein Paradies für Geier. Ihre Fressgewohnheiten haben sie auf dem Subkontinent aber fast an den Rand des Aussterbens getrieben. Rinder, die eines natürlichen Todes sterben, werden nämlich liegen gelassen und stellen somit eine schier unerschöpfliche Nahrungsquelle für Geier dar. Sind die Kadaver aber mit dem Schmerzmittel Diclofenac verseucht, das die Rinder vor ihrem Ableben erhielten, ist das verheerend: Bereits geringe Mengen lassen die Geier an Nierenversagen verenden. Trotz den Beobachtungen aus Indien haben fünf EU-Staaten das Medikament in den letzten Jahren für die Behandlung von Nutztieren zugelassen. Vogelschützer und Forscher warnen: Die europäischen Geier ereile somit dasselbe Schicksal wie ihre südasiatischen Verwandten.

Nationalpark – Naturidylle und Ruhe preisen sich dem Besucher an. Doch Blechlawinen sommers wie winters quälen sich durch den bisher einzigen Schweizer Nationalpark im Engadin. Einerseits sind Besucherströme, andererseits Durchgangsverkehr dafür verantwortlich.

Filmproduktionen sind Energieschleudern, aber den wenigsten ist dies bewusst. Bei Fernsehern ist Energieeffizienz schon länger ein Thema: Geräte der neusten Generation verbrauchen viel weniger Strom als alte Kisten. Aber wie sieht es mit der Produktion der Inhalte aus – den Filmen, die wir uns auf unseren Flachbildfernsehern und im Kino anschauen? Eine Recherche zeigt: Es gibt in Europa und den USA zahlreiche Initiativen, Filme grüner und weniger umweltbelastend zu produzieren.

Ein Ausflug in die Berge führt in diesem Winter vor Augen, was in Zeiten des Klimawandels auf die Wintersportorte zukommen könnte: Kein Schnee im Tal, wenig Schnee in den Bergen. Wie kälteangepasste Tiere müssen auch wir nach oben ausweichen. Ein Erlebnisbericht aus dem Münstertal, dem Klimawandel mit Schneeschuhen auf der Spur.

Die heutige Umweltzerstörung ist offensichtlich: Wir verbrauchen mehr Ressourcen als die Erde hergeben, geschweige denn erneuern kann. Unsere Lebensweise verschmutzt Gewässer, Böden, die Luft; wir verbrauchen mehr Brennstoffe als nachwachsen können, wir fangen mehr Fische als sich vermehren können. Der Mensch beeinflusst seit jeher seine Umwelt; nur Ausmass und Geschwindigkeit der heutigen Zerstörung waren bisher unerreicht. Umweltnetz-schweiz blickt 2000 Jahre zurück und zeigt: Bereits die Römer litten unter massiven, uns nicht unbekannten Umweltproblemen wie Luftverschmutzung und Entwaldung.

Pünktlich zum Dreikönigstag präsentieren drei Umweltverbände ihre Tiere des Jahres 2015: Aus der Welt der Reptilien ist die Ringelnatter, aus der Welt der Fische der Atlantische Lachs und aus der Vogelwelt der Haussperling zum Tier des Jahres gekürt worden.

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