Martina Keller

Martina Keller

Erdnüsse haben in der Weihnachtszeit Hochsaison: Sie sind ein vielfältiges und wertvolles Naturprodukt, das aus wärmeren Regionen importiert wird. Der Erdnussanbau ist aber für die Umwelt nicht ohne Folgen. Trotz ihrer wertvollen Nährstoffe können zudem Schimmelpilze und allergieauslösende Eiweisse in den Erdnüssen einem den Appetit verderben.

Atomkraftwerke verbinden wir mit Radioaktivität, Kohlekraftwerke mit hohen CO2-Emissionen und Luftverschmutzung. Es ist hingegen kaum bekannt, dass auch beim Abbau und der Verbrennung von Kohle radioaktive Stoffe austreten; damit belasten sie Umwelt und Lebewesen.

Lecken Ölpipelines, ist das für die Umwelt eine Katastrophe. Solche befürchten die Gegner nordamerikanischer Pipelines, die Rohöl aus dem umweltschädlichen Ölsandabbau Kanadas an die Küsten transportieren sollen. Alternative Transportformen per Bahn oder per Schiff bergen aber ebenso Risiken. Die Förderung erneuerbarer Energien ist der richtige Weg, um die Zahl und die Auswirkungen von Ölunglücken zu verringern.

Multiresistente Bakterien auf Pouletfleisch machen erneut Schlagzeilen: Drei Viertel aller Poulets in der Schweiz sind betroffen. Die resistenten Bakterien gehören zu den ESBL-produzierenden Darmbakterien, die Antibiotika ausser Gefecht setzen. Vermehren sich solche multiresistenten Bakterien, besteht die grosse Gefahr, dass zahlreiche unserer hochwirksamen Antibiotika unwirksam werden und mit ihnen eine der grössten medizinischen Errungenschaften verloren geht. Der Bund erarbeitet eine Strategie, um die Ausbreitung multiresistenter Bakterien einzudämmen. Aber auch wir Konsumenten haben es in der Hand, den gefährlichen Bakterien Einhalt zu gebieten.

Gestern Nachmittag war sie wieder da – die Angst vor einer Atomkatastrophe. Eine Störung im grössten Atomkraftwerk Europas, dem ukrainischen AKW Saporoschje, sorgte vorübergehend für Alarmstimmung. Mittlerweile wurde Entwarnung gegeben. Gleichzeitig verteilt der Bund Jodtabletten an alle Haushalte im Umkreis von 50 Kilometern um Schweizer Atomkraftwerke. Diese sollen die Bevölkerung im Falle eines GAUs vor Schilddrüsenkrebs schützen. Vor anderen Folgen der Radioaktivität helfen sie aber nicht; dafür hilft nur der Atomausstieg.

Die Gastronomie in luftigen Höhen ist mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Sie liegen teils abseits der Versorgungsnetze – sei dies die Wasserversorgung, die Energieversorgung, die Lebensmittelversorgung. Aber auch die Entsorgung von Abwasser und Abfall ist im Hochgebirge eine besondere Herausforderung.

Geschwächte Igel bekommen im Igelzentrum Zürich medizinische Hilfe. Im Herbst sind vor allem kranke, untergewichtige Igel zu Gast, die sich zu wenig Futter für den energiezehrenden Winterschlaf anfressen konnten. Ein Besuch im Igelzentrum ermöglichte mir spannende Einblicke in die Pflege der stacheligen Wildtiere unserer Städte und Dörfer. Die engagierten Pflegerinnen und Pfleger können viele Patienten wieder aufpäppeln; für einige kommt jedoch jede Hilfe zu spät.

Über ein Drittel aller Schweizer Pisten wird künstlich beschneit; Tendenz steigend. Gestiegene Ansprüche der Schneesportler, aber auch wirtschaftliche Überlegungen der Bergbahnen tragen zur Aufrüstung in Wintersportdestinationen bei, mit weitreichenden Folgen für die Umwelt und die menschliche Existenz.

 Wolle ist nicht unbedingt nachhaltig, nur weil sie ein Naturprodukt ist, zeigt ein Blick nach Australien: Dort wird bei Merinoschafen das schmerzhafte Mulesing angewendet, um Madenbefall zu verhindern. Tierfreunde müssen deswegen nicht auf Wolle verzichten, denn es gibt auch Schafe, bei denen dieses Verfahren nicht angewendet wurde. Durch den Kauf von Schweizer Wolle erhält man ein Naturprodukt, das lokal und tierfreundlich produziert wurde und man unterstützt so auch die Schweizer Wollproduktion, die durch die globale Konkurrenz unter Druck steht.

Jede rezyklierbare Abfallsorte gehört in einen separaten Sammelbehälter und nicht in den gewöhnlichen Abfallsack; diese Ansicht hat auch in Schweizer Haushalten langsam aber sicher Fuss gefasst. Aber wohin mit diesen rezyklierbaren Abfällen unterwegs? Das Angebot, um unterwegs seinen Abfall getrennt zu entsorgen, ist in der Schweiz relativ spärlich. Die SBB verschafft mit der Einführung von 579 Recycling-Stationen an den fünf grössten Schweizer Bahnhöfen Abhilfe. Eine Million Menschen fahren täglich mit der Bahn, noch viel mehr Menschen verweilen an den Bahnhöfen ohne zu verreisen. So kommt eine grosse Menge Abfall in Zügen und Bahnhöfen zusammen; denn wir essen, trinken und lesen unterwegs und überlassen der SBB die Entsorgung.

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