Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum verbrauchen Unmengen an Strom. Der Umweltfaktor hält jedoch die wenigsten von den Reizen des Digitalgeldes fern.

Um die Energiestrategie 2050 zu erreichen, muss die Schweiz schnellstmöglich auf erneuerbare Energien umstellen. Insbesondere die Solarenergie birgt ein grosses Potenzial, das es auszuschöpfen gilt.

In der Artikelserie «erneuerbare Energien» wurde vorgestellt, wie wichtig die erneuerbaren Energien für die Energiewende sind. Doch reichen solche neuen Technologien aus, um die Klimakrise abzuwenden?

Nebst neuen Energiequellen – wie Methanhydraten - wird weltweit auch an Energieträgern geforscht. Vor allem in den Wasserstoff wird dabei grosse Hoffnung gesetzt.

 In der Schweiz werden rund 50% der Endenergie für die Wärmeproduktion, also für Heizungen und Warmwasser benötigt.

Fakt: Egal ob Ferienfotos, Arbeitsdateien oder Videos; solche Dateien speichern wir in der heutigen Zeit digital - häufig auf einer Cloud. Für die Speicherung digitaler Daten braucht es jedoch riesige Datencenter, welche einen hohen Strombedarf aufweisen. Gemäss des Forschungsprojektes «Green Cloud-Computing» liegt die Bandbreite eines Rechencenters zwischen 105 Kg und 153 Kg CO2- Äquivalenten pro Terabyte Speicherkapazität und Jahr. Als Referenz wurden dabei drei Streaming-Anbieter gewählt.
Die immateriellen Daten erhalten auf diesem Weg viel fassliche Substanz. Auch in Umweltbelastungspunkten ausgedrückt -welche nebst den Treibhausgasemissionen weitere Aspekte wie Wasserverbrauch oder den Druck auf die natürlichen Ressourcen beachten - steht die Online-Cloud schlecht da: So führt das Speichern von 1000 Fotos in einer Cloud zu rund 2385 Belastungspunkten jährlich, während beispielsweise eine externe Harddisc nur 59 jährliche Punkte verursacht. Diese Werte resultieren einerseits aus dem Betrieb des Rechenzentrums und andererseits aus der Verwendung der Netzinfrastruktur für das Hochladen und Abrufen der Daten.

Folgerung: Obwohl Datenspeicherung auch nachhaltiger ginge – beispielsweise durch das Speichern auf einer externen Festplatte, welche nur Energie verbraucht, wenn sie auch wirklich genutzt wird – hinterlegen viele Nutzerinnen und Nutzer ihre Daten in der Online-Cloud. Diese ist bequem und hat den Vorteil, dass die Daten auf fast jedem Gerät abrufbar sind.
Daten, welche nicht regelmässig gebraucht werden, wie beispielsweise Ferienfotos oder alte Arbeitsunterlagen, sollten daher besser auf einer externen Festplatte gespeichert werden.

weitere Informationen:
Srf: Streaming lässt den ökologischen Fussabdruck wachsen
Green Cloud-Computing: Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen

Alle Klimabausteine

Fakt: Rund 60 Prozent des gesamten Internet-Datenverkehrs entfallen auf Videos. Auch Netflix leistet seinen Beitrag dazu: Im Jahr 2019 wurden für die Produktion und die Speicherung des Materials von Netflix insgesamt 451 000 Megawattstunden Energie verwendet. Dies entspricht rund so viel wie 56 Windräder in einem Jahr liefern. Netflix versichert jedoch, dass der Strom aus erneuerbaren Energien stammt oder mit dem Kauf von Grünstrom-Zertifikaten ausgeglichen wird.
Auch die Netzwerkinfrastruktur verbraucht Strom. Dabei ist das Zugangsnetz entscheidend. Die Mobile Datenverbindung schneidet in punkto Ökobilanz deutlich schlechter ab als WLAN-Verbindungen: Eine Stunde Streaming über ein 3G-Netz bedeutet eine Umweltbelastung von 90 Gramm CO2. Mit dem 4G-Netz sind es nur noch 13 Gramm, während es bei einer WLAN-Glasfasernetz-Verbindung nur noch 2 Gramm pro Stunde sind.

Folgerung: Beim Streamen wird Strom verbraucht. Gemäss dem Konzern Netflix entstammt dieser jedoch aus nachhaltigen Quellen. Mit der richtigen Netzwerkverbindung kann die Emission ausserdem minimiert werden: Netflix-Filme sollten daher entweder über eine WLAN oder LAN-Verbindung gestreamt oder bei einer solchen heruntergeladen werden. Durch das Herunterdrosseln der Bildauflösung von der höchsten Bildqualität werden ausserdem bis zu 23-mal weniger Daten transportiert, was die Emission zusätzlich verringert. Ein Qualitätsunterschied ist insbesondere bei kleiner Bildschirmgrösse kaum zu erkennen. Die Wahl des elektrischen Geräts spielt ohnehin eine wichtige Rolle: Kleine und neue Geräte verbrauchen weniger Strom als solche mit einem grossen Bildschirm.

weitere Informationen:
Ilka Knigge: Wie klimaschädlich sind Netflix & Co.?
Alexander Siemon: Grüner Streamen

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Weltweit werden weiterhin rund 80% der Strom- Wärme und Kraftstoffproduktion mit fossilen, endlichen Brennstoffen gedeckt. Das hat so absehbar keine Zukunft. In unserer neuen Artikelserie gehen wir deshalb den Erneuerbaren Energiequellen auf den Grund.

 In der Wissenschaft und Technik wird häufig bei der Natur abgeschaut. Nicht nur physiologische Vorgänge werden erforscht, auch Formen und Funktionen sind oft Inspiration für Ingenieure und Architekten.

Wie Energiequellen Gesellschaften formen

An der verfügbaren Energie entscheidet sich Wohl und Wehe allen Lebens auf Erden. Ian Morris erläutert in seinem mutigen neuen Buch, wie sie im Falle des Menschen stets auch unsere Wertvorstellungen entscheidend prägte.

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