Wo man auch hinschaut, prangen in den Geschäften grelle „Ausverkauf“-Schilder. Da ist die Versuchung gross, ein Schnäppchen zu machen - besonders jetzt, wo die Weihnachtszeit naht.

In Zeiten des Klimawandels sind weisse Weihnachten Geschichte – doch stimmt diese Aussage wirklich? Jedes Jahr können wir uns wieder über das Ausbleiben der kalten Flocken während den Weihnachtstagen erzürnen. Die grünen Weihnachten sind aber nicht nur Folge des Klimawandels.

Weisse Weihnachten, das kennen wir eigentlich nur noch aus unseren Kinderbüchern. Deshalb sollten wir mit einem neuen Brauch aufwarten: Grüne Weihnachten – nachhaltig, umweltfreundlich, ressourcenschonend. Das nenne ich eine zukunftsorientierte Tradition.

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Doch nach den Feiertagen erwartet uns oft eine unangenehme Überraschung: Viele Essensreste haben sich in der Küche angesammelt. Wenn wir einige Dinge beachten, können wir die Küchenabfälle gering halten - uns und der Umwelt zuliebe.

An Weihnachten wird stets grosszügig aufgetischt. Es soll an nichts fehlen und man möchte seine Gäste verwöhnen. Die Unmengen an Lebensmitteln, die dabei im Müll anstatt in hungrigen Mündern landen, sind tragisch.

Fakt:Praktisch in jeder Schweizer Stube steht an Weihnachten ein bunt geschmückter Weihnachtsbaum. Für die Öko-Bilanz des Weihnachtsfestes ist die Herkunft der Tanne sehr relevant. Von den in der Schweiz jährlich rund 1 Million verkauften Weihnachtsbäumen wird etwa die Hälfte importiert. Die meisten Importbäume stammen aus dem 1200 Kilometer entfernten Dänemark. Um diese Strecke zu bewältigen, werden die Tannen auf Lastwagen verladen und in die Schweiz gefahren. Bei einer Importmenge von rund 5000 Tonnen wird allein beim Transport der Tannen 600 Tonnen CO2 ausgestossen. Hinzu kommen jährlich pro Baum weitere 3.1 Kilogramm Treibhausgase, die mit dessen Anbau verbunden sind.
Ausserdem ist der gängige Gebrauch von Düngemittel und Pestiziden auf ausländischen Weihnachtsbaum-Plantagen aus ökologischer Sicht äusserst bedenklich.

Folgerung: Beim Kauf des Weihnachtsbaums muss man unbedingt auf dessen Herkunft achten. Nachhaltige Tannen aus regionaler Produktion sind mit der Etikette der IG Suisse Christbaum gekennzeichnet. Dieses Label steht für umweltgerechte und frische Weihnachtsbäume aus regionalem Anbau. Schweizer Weihnachtsbäume werden auf Flächen gepflanzt, die für andere Forstwirtschaft ungeeignet sind. Pro Hektar Weihnachtsbaumplantage  werden in einer Wachstumszeit von 10 Jahren bis zu 145 Tonnen CO2 gebunden.
Wer einen absolut ökologischen Weihnachtsbaum wünscht, sollte sich eine kleine Tanne im Topf anschaffen. Diese kann für mehrere Weihnachten verwendet werden und kann in der Nicht-Weihnachtszeit in den Garten gestellt werden.

 

Weiterführende Informationen:
Tipps für den Weihnachtsbaum
IG Suisse Christbaum

Alle Klimabuasteine

Ob energisch aufgerissen oder sorgfältig ausgepackt: Geschenkpapier wird meist nur einmal verwendet. Deshalb lohnt es sich, umweltfreundliche Einpackmaterialien zu verwenden.

Für etwas Weihnachtsstimmung hängen wir in den Gassen und an den Häusern masslos Lichtervorhänge und Lichterketten auf. Die riesige Stromrechnung und der ökologische Fussabdruck solcher Lichtorgien können mit einigen Energiespartipps reduziert werden.

Sie gehören zur Weihnachtszeit wie Weihnachtskekse und Tannenbäume. So schön Kerzen auch sein mögen, umweltfreundlich sind die wenigsten.

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