Natürliches Wohnen - So richten Sie sich umweltbewusst ein

12 Jun 2017
Auch Möbel können die Gesundheit gefährden Auch Möbel können die Gesundheit gefährden

Umweltschutz ist längst nicht mehr nur ein Thema in Sachen Mülltrennung, Wagen mit niedrigem Spritverbrauch oder Lebensmitteln in Bioqualität. Das Bewusstsein für Umweltschutz hat in den letzten Jahren in Europa stark zugenommen, und inzwischen sind alle Bereiche des täglichen Lebens davon betroffen. Auch der Themenkomplex Wohnen, Möbel und Einrichtung steht längst unter diesem Zeichen.

Der Gesundheit zuliebe und der Umwelt zum Vorteil

Einrichtungen aus natürlichen Materialien, die aus nachhaltiger Produktion oder Recycling stammen, möglichst lokal produziert werden und dazu noch nahezu ohne chemische Zusätze auskommen, sind ideal und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Solche Möbel sind auch für Allergiker/-innen geeignet, und können bedenkenlos in Haushalten mit kleinen Kindern aufgestellt werden.

Bei Einrichtungsgegenständen aus Holz sollte auf die entsprechenden Siegel geachtet werden: Kommt das Rohmaterial aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ist das natürlich gekennzeichnet. Aber auch bei allen anderen Möbeln gibt es inzwischen Siegel und Zertifikate, die auf eine umweltfreundliche Produktion hinweisen. Auf Oberflächenversiegelung muss man Holz indes aber nicht verzichten, der allgemein übliche Schutz vor Alterung und Umwelteinflüssen kann auch von Wachsen und natürlichen Ölen geleistet werden.

Nachhaltigkeit ist keine Frage des Preises

Häufig hört man das Argument, natürliche und nachhaltige Materialien seien einfach zu teuer, so dass "normale Bürger" sich den Umweltschutz gar nicht leisten könnten. Das ist Unsinn. Denn oft ist es immer noch so, dass zeitlose und etwas kostenintensivere Gegenstände durchaus länger halten und allein durch die lange Nutzung einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz im Rahmen der Müllvermeidung leisten.

Dabei spielt natürlich nicht nur der Preis eine Rolle, sondern insbesondere das zeitlose Design ist wichtig. Kostengünstig kann, unter etwas anderen Vorzeichen, auch nachhaltig sein. Nämlich dann, wenn es um Second Hand Möbel geht, um aufbereitete Materialien und ökologisch abbaubare Gegenstände Wenn also der Couchtisch nicht aus Melaminplatten gefertigt ist, sondern aus Karton oder Altpapier. Oder wenn das Bücherboard über dem Bett nicht aus Verbundplatten mit Holzfurnier gemacht ist, sondern aus ein paar alten Skateboards vom Nachbarjungen.

Vintage, Retro, Antik, DIY oder Design?

Die Grenzen sind in der Tat nicht immer ganz klar. Während die bei Uroma auf dem Dachboden gefundenen Stühle nicht nur Shabby Chic, sondern tatsächlich alt sind, ist das bei den Möbeln aus dem Katalog nicht immer klar. Denn es gilt derzeit tatsächlich als modern, wenn die Einrichtung etwas demoliert und mitgenommen aussieht. Nachhaltig ist das allerdings nicht, wenn die Möbel erst produziert und anschließend auf alt getrimmt werden - im Gegenteil. Wer es mit dem Umweltschutz ernst meint, verzichtet eher darauf, mit der Mode zu gehen. Einige Materialien sind einfach Dauerbrenner und haben sich in den letzten sechzig Jahren im Innendesign gehalten:   Stein für Boden, Küche und Bad insbesondere

  • Stein für Boden, Küche und Bad insbesondere
  • Holz für Wände, Decken und Boden, aber auch für Möbel
  • Naturtextilien wie Baumwolle, Leinen und Wolle für die Wohnaccessoires
  • Papier und Glas als Verkleidung für die Leuchtmittel

Dazu sind einige neuere Materialien gekommen, die nicht zuletzt dem Einfluss aus anderen Ländern gedankt sind:

  • Kork für Decken, Wände und Böden
  • Papier für Möbel
  • Bambus für Möbel und Accessoires, auch Textilien
  • Edelstahl für Möbel
  • Hanf für Wohntextilien
  • Reisstroh als Möbelfüllung oder Bodenbelag

Umweltbewusstsein ist eine Frage der Einstellung

Umweltschutz fängt bei der Wahl des Wohnortes und der Entscheidung für einen Baustil an. Bereits vorhandene Häuser mit minimalem Aufwand energieeffizient umzurüsten ist immer nachhaltiger und umweltschonender als ein Neubau. Es gibt durchaus Möglichkeiten, im Sinne des Umweltschutzes bestehende Bauten in Niedrig- oder Nullenergiehäuser umzuwandeln Anlagen zur Gewinnung alternativer Energien spielen dabei zunehmend eine Rolle.

 

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