BREAKING NEWS: Velofahren ist nicht nur am Wochenende gesund!

02 Jun 2020
Das Fahrrad wurde vor über 200 Jahren erfunden. Das Fahrrad wurde vor über 200 Jahren erfunden.

Wer mit dem Fahrrad anstatt dem Auto unterwegs ist, schont die Umwelt und tut sich selbst was Gutes! Der morgige Welt-Fahrradtag ist eine tolle Gelegenheit, wieder mal kräftig in die Pedale zu treten: Ebenso wie natürlich jeder andere Tag…

Ob zu Sport- und Freizeitzwecken oder zur täglichen Fahrt ins Büro, zur Schule oder zum Einkaufen; egal ob Hollandrad, Mountainbike oder E-Bike: Das Velo ist eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel in der Schweiz. 2,3 Millionen Schweizerinnen und Schweizer fahren Velo, umgerechnet rund 320 Kilometer werden pro Jahr und Kopf mit dem Velo zurückgelegt. 65% aller Schweizer Haushalte besitzen die praktischen Zweiräder (Stand 2015). Der vor 22 Jahren eingeführte Tag des Fahrrades wurde nicht nur ins Leben gerufen, um auf die wachsenden Verkehrsprobleme durch den motorisierten Verkehr aufmerksam zu machen, sondern mehr noch, um das Velo als umweltfreundliches und gesundes Fortbewegungsmittel ins Gedächtnis zu bringen. 

Gut für die Umwelt 

Gerade im städtischen Verkehr sind mit der richtigen Wahl des Transportmittels grosse CO2-Einsparungen möglich. Die Hälfte der mit dem Auto zurückgelegten Strecken in den Städten sind unter 5 Kilometern lang. Doch gerade Kurzstrecken sind besonders umweltbelastend, denn beim sogenannten Kaltstart des Motors wird besonders viel Treibstoff verbraucht. Nach Schätzungen des deutschen Verkehrsministeriums könnten pro Jahr 7,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wenn 30 Prozent der Pkw-Fahrten unter sechs Kilometern auf das Fahrrad umgelagert würden. In der Schweiz fahren bisher 6% der Erwerbstätigen und 8% der SchülerInnen oder StudentInnen mit dem Velo zu ihrem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Dies zeigt, dass hier ein grosses Potenzial zum Klimaschutz noch nicht ausgeschöpft ist.


Gut für die Gesundheit 

Wer sich regelmässig bewegt, schützt sich vor chronischen Krankheiten und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen, Diabetes oder Erkrankungen des Bewegungsapparats. Für Erwachsene werden zweieinhalb Stunden Bewegung mittlerer Intensität oder eineinviertel Stunden Bewegung hoher Intensität pro Woche empfohlen. Die gute Nachricht: Dieses Bewegungsprofil kann auf mehrere Tage und kürzere Strecken verteilt werden. Wer also jeden Tag seinen Arbeitsweg mit dem Velo bestreitet, hat einen kostengünstige und umweltfreundliche Gesundheitsvorsorge! 
Speziell auch in der aktuellen Situation mit Covid-19 ist das Velofahren eine tolle Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Fitnessstudios, um sich mit ausreichend Distanz zu anderen Menschen fortzubewegen und gleichzeitig Sport zu treiben.  

Sicherheit beim Velofahren 

Um sich diese Gesundheitsvorteile zu erhalten, heisst es allerdings auch, sich im Verkehr angemessen zu erhalten! Leider gibt es immer mehr Verkehrsunfälle mit Velofahrern. 2016 wurden total 21’608 Strassenverkehrsunfälle registriert, davon waren bei 18% der Unfälle Velo- oder E-Bike-Fahrende beteiligt. Gründe hierfür sind nicht nur die mangelnde Aufmerksamkeit der Autofahrer, sondern auch das Missachten der Verkehrsschilder und –regeln auf Seiten der Velofahrer! Zeigen Sie unbedingt mit Handzeichen ihre Richtungswechsel an, damit sie sicher abbiegen können. Auch empfiehlt sich das Tragen eines Helmes, denn gerade Kopfverletzungen sind oft tödlich. Fahren Sie nur verkehrsstaugliche Fahrräder mit guten Bremsen, funktionierenden Vorder- und Rücklichtern sowie Reflektoren an den Speichen. Um ihre Sichtbarkeit noch weiter zu erhöhen, empfiehlt sich das Tragen von Warnwesten oder anderer auffallender Kleidung mit Reflektoren. 

Vorsicht Diebe! 

Um ihr Velo möglichst gut zu schützen, sollten Sie qualitativ hochwertige Schlösser verwenden und möglichst einen belebten, hellen und bestenfalls überwachten Platz wählen, um es abzustellen. Damit die Diebe das Velo nicht einfach wegtragen können, ist es ausserdem wichtig, dieses an einer fixen Konstruktion wie einem Zaun oder dem Fahrradständer anzuketten. Am sichersten ist die Unterbringung in geschlossenen Räumen, wie z.B. im Keller oder in der Garage. Je nach Anschaffungskosten kann es sich auch lohnen, das Velo mit einem GPS-Sender auszurüsten oder es in einer Datenbank registrieren zu lassen. Wichtig: Notieren Sie sich direkt nach dem Kauf die Rahmennummer, die Marke sowie die Farbe ihres Drahtesels. Das kann der Polizei bei entwendeten Velos helfen, das Fahrrad zu identifizieren. Die Rahmennummer ist eine Zahlen- und/oder Buchstabenkombination, die direkt vom Hersteller eingestanzt oder auf einem Etikett – oft am Steuerrohr oder Tretlagergehäuse - angebracht ist. 

 

 

 

Quellen und weitere Informationen:
Polizei St. Gallen: Ratgeber Velodiebstahl
VeloSuisse: Verkaufsstatistik
ProVelo: Fakten

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