Klimabaustein: Die schmerzende Ökobilanz von Schmerzmitteln

Klimabaustein: Die schmerzende Ökobilanz von Schmerzmitteln

Fakt: Die häufigsten Schmerzmittel, welche in der Schweiz gegen Kopf- und Rückenschmerzen eingenommen werden, sind Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (Aspirin) und Naproxen. Diese Medikamente besitzen vergleichbare Wirkstoffe, welche auch als API („active pharmaceutical ingredients“) bezeichnet werden. Die Treibhausgas-Intensität der Medikamente beträgt dabei zwischen 2.3 und 7.8 gCO2/gAPI, wovon Naproxen am unteren und Paracetamol am oberen Ende der Skala angesiedelt sind. Einflussgrössen wie Verpackung und Transport sind in diese Werte noch nicht einbezogen.
Beispielsweise in Österreich verursacht der Konsum von Paracetamol rund 400t CO2 pro Jahr. Für alle vier Medikamente zusammen errechnet dieselbe Studie jährlich eine Treibhausgasemission von knapp 700t CO2.

Folgerung: Während die Gesundheitsindustrie versucht, gegen die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels anzugehen, ist sie selbst eine Verursacherin. Nicht nur durch die hohen Treibhausgasemissionen, sondern auch durch die steigende Konzentration von Arzneistoffen und deren Metaboliten in unseren Gewässern und Kläranlagen wird die Gesundheitsbranche zur Klimasünderin.

Vor allem bei leichten Gebrechen wie Kopfschmerzen ist zu empfehlen, auf phytotherapeutische Heilmittel wie beispielsweise Pfefferminzöl, Zitronensaft oder Schlüsselblumen-Blüten zurückzugreifen. Auch das Trinken eines Glases Wasser, die Herabsetzung der Leuchtkraft von Monitoren oder eine entspannende Ruhepause können bereits Abhilfe schaffen.

 

weitere Informationen:
Klima + Energiefonds: Health Footprint

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