Klimabaustein: E-Zigaretten: Ein E für die Umwelt?

Klimabaustein: E-Zigaretten: Ein E für die Umwelt?

Fakt: Die Herstellung einer einzelnen herkömmlichen Zigarette benötigt im Schnitt 3.7 Liter Wasser und 14 Gramm CO2. Jährlich stösst die Tabakindustrie daher um die 84 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid aus. Nicht nur die Emissionen aus der Produktion sind problematisch, sondern auch der umweltschädliche Abfall: Gemäss einer Studie der WHO landen 2/3 aller Zigaretten am Boden. Jährlich enden rund 4,5 Billionen Zigarettenkippen in der Umwelt. Die vielen von den Filtern eingefangenen Gifte gelangen so schliesslich doch in Böden und Gewässer.
Seit einigen Jahren gewinnt die E-Zigarette an Beliebtheit. Obwohl E-Zigaretten keinen Tabak enthalten und nur aus Wasser, Nikotin und manchmal einem Aroma bestehen, ist die Herstellung nicht unbedingt umweltfreundlicher. Da das Nikotin auch hier meist von Tabakpflanzen stammt, sind die Emissionen vergleichbar. Es gibt zwar E-Zigaretten, welche synthetisches Nikotin enthalten, doch sind die Kosten zur Herstellung dieses künstlichen Stoffs noch zu hoch, als dass sie sich aktuell auf dem Markt durchschlagen könnten.

Folgerung: Die E-Zigarette ist insgesamt ein wenig umweltschonender als die klassische Zigarette. Hauptsächlich der Wegfall der allgegenwärtigen Zigarettenkippen fällt hier ins Gewicht. Inwiefern sie gesünder für den Körper ist, ist jedoch umstritten und noch nicht über einen genügend langen Zeitraum erforscht. Einzig der entstehende Dampf soll für Passanten weniger schädlich als der Passiv-Rauch einer Zigarette sein. Dazu kommen die gesellschaftlichen Folgen, wie sie jedem Suchtmittel eigen sind. Da es für E-Zigaretten keine Altersbegrenzung und auch kein Werbeverbot wie für die herkömmliche Zigarette gibt, sind besonders jüngere Generationen suchtgefährdet. Gemäss einem Bericht von Sucht Schweiz haben 51% der 15-jährigen Jungen und 35% der gleichaltrigen Mädchen schon einmal eine E-Zigarette konsumiert.

weitere Informationen:
WHO: Eindämmung des Tabakgebrauchs
Sucht Schweiz: Dampfen darf unter Jugendlichen nicht das neue Rauchen werden

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