Fakt: Bei der Produktion (genauer bei den Verdauungsprozessen von Kühen in Massentierhaltung) von einem Liter Kuhmilch werden etwa 2,4 Kilo CO2 ausgestossen. Gleich viele Emissionen entstehen etwa bei der Verbrennung von einem Liter Benzin. Dabei sind Transport, Verarbeitung und Lagerung noch nicht berücksichtigt.

Folgerung: Ganz auf Milchprodukte verzichten fällt vielen schwer. Die Retter in der Not: Milchalternativen aus Soja, Reis, Mandel und Co. Ob diese dann im Einzelfall ökologisch besser abschneiden als herkömmliche Milch kommt auf ihre Herkunft an. Beim Kauf sollte deshalb auf regionalen und biologischen Anbau geachtet werden.

 

Quellen und weitere Informationen:
FAO: Treibhausgas-Emissionen im Milchsektor
Ökotest.de: Milchersatz-Test

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Können wir klimaneutral leben?

Dirk Gratzel hat sich was vorgenommen: Nicht nur seinen aktuellen Alltag klimaneutral zu gestalten, sondern die gesamten Umweltsünden seines Lebens wieder gutzumachen. Aus seinen Bemühungen entspringen bedeutsame Forschung und sinnreiche Initiativen – und nun ausserdem ein gehaltvolles und spannendes Buch.

Die verschiedenen Akteure der Produzenten, der Gastronomie, des Detailhandel und vor allem auch der Konsumenten selbst sind verantwortlich für die grosse Menge an vermeidbaren Nahrungsmittelabfällen.

 Fakt: Der Kaffee ist dasjenige Getränk, das unsere Ökobilanz in die Höhe schiessen lässt. Er ist überdurchschnittlich energieintensiv in der Herstellung. Faktoren, die für den hohen Energieaufwand pro Tasse Kaffee verantwortlich sind, sind Transportweg und Verarbeitungsschritte der Bohne sowie die Zubereitungsart des Kaffees. Je weiter der Kaffee transportiert werden muss, desto höher der CO₂-Fussabdruck. Zudem ist die Zubereitung mit dem Handfilter oder der French Press 6x energieeffizienter als eine elektrische Kaffeemaschine. Zur Herstellung einer Kaffeetasse müssen 132 Liter Wasser aufgewendet werden und 59-100 Gramm CO₂ werden ausgestossen. Beim Kapselkaffee kommt ein zusätzlicher Verarbeitungsschritt hinzu, der in der Ökobilanz zu Buche schlägt: Für die Erstherstellung von 1kg Aluminium müssen nämlich ganze 14 Kilowattstunden Energie aufgewendet werden. Dies entspricht einer CO₂-Emission von 8,4kg.

Folgerung: Wer nicht auf Kaffee verzichten möchte, sollte sich für eine ökologische Bohnenvariante (UTZ-Label, Bio-Siegel) entscheiden. Bei der Herstellung ist der Handfilter oder die French Press am effizientesten. Offensichtlich ist es ökonomisch und ökologisch unsinnig, Kapseln zu verwenden. Sollte man trotzdem nicht darauf verzichten können: Mit dem Recyceln des Aluminiums kann bei der Wiederverwendung 95% des CO₂-Ausstosses eingespart werden.

Nestlé erfand den Portionenkaffe bereits in den 80er Jahren. Damals stiess das ökologisch stupide Konzept auf keine positive Resonanz und hatte noch keine Chance, sich durchzusetzen.

Weiterführende Informationen/Links:
Der ökologisch korrekte Kaffee“, Patrick Schärer:
Konzept „Virtuelles Wasser“, von Professor Tony Allan: waterfootprint.org
Informations-Dossier „Visualisierungsinstrumente des Massenkonsums“, von Simon Rohrer: umweltnetz-schweiz.ch

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