Wenn wir zum Arzt gehen, denken wir in erster Linie nicht an die Nachhaltigkeit. In sehr vielen Arztpraxen kommen aber täglich Einwegprodukte zum Einsatz, die der Umwelt zur Last fallen.

In der Schweiz allein müssen jährlich über 550’000 Versuchstiere leiden. Die Erfolgsquote ist dabei erschreckend tief.

Fakt: Die häufigsten Schmerzmittel, welche in der Schweiz gegen Kopf- und Rückenschmerzen eingenommen werden, sind Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (Aspirin) und Naproxen. Diese Medikamente besitzen vergleichbare Wirkstoffe, welche auch als API („active pharmaceutical ingredients“) bezeichnet werden. Die Treibhausgas-Intensität der Medikamente beträgt dabei zwischen 2.3 und 7.8 gCO2/gAPI, wovon Naproxen am unteren und Paracetamol am oberen Ende der Skala angesiedelt sind. Einflussgrössen wie Verpackung und Transport sind in diese Werte noch nicht einbezogen.
Beispielsweise in Österreich verursacht der Konsum von Paracetamol rund 400t CO2 pro Jahr. Für alle vier Medikamente zusammen errechnet dieselbe Studie jährlich eine Treibhausgasemission von knapp 700t CO2.

Folgerung: Während die Gesundheitsindustrie versucht, gegen die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels anzugehen, ist sie selbst eine Verursacherin. Nicht nur durch die hohen Treibhausgasemissionen, sondern auch durch die steigende Konzentration von Arzneistoffen und deren Metaboliten in unseren Gewässern und Kläranlagen wird die Gesundheitsbranche zur Klimasünderin.

Vor allem bei leichten Gebrechen wie Kopfschmerzen ist zu empfehlen, auf phytotherapeutische Heilmittel wie beispielsweise Pfefferminzöl, Zitronensaft oder Schlüsselblumen-Blüten zurückzugreifen. Auch das Trinken eines Glases Wasser, die Herabsetzung der Leuchtkraft von Monitoren oder eine entspannende Ruhepause können bereits Abhilfe schaffen.

 

weitere Informationen:
Klima + Energiefonds: Health Footprint

Alle Klimabausteine

Plastik, Feinstaub & Co. – was wir über Umwelteinflüsse und ihre Gesundheitsrisiken wissen sollten

Es schwirren schnell mal allerlei Meinungen, Erfahrungen und Ängste durcheinander, wo es um Umwelteinflüsse auf unsere Gesundheit geht. Da Ordnung und Ruhe reinzubringen, gelingt diesem Informationswerk und Ratgeber in bemerkenswerter Kurzweil.

Damit Impfstoffe möglichst effektiv wirken, werden ihnen Wirkstoffverstärker wie Squalen beigemischt. Hauptquelle dieses Öls ist die Leber von Tiefseehaien — Millionen Haie sterben dafür jährlich. Forscher aus Österreich haben letztens eine Alternative gefunden.

Nur in drei Ländern weltweit – Israel, Canada und den Niederlanden - unterstützt die jeweilige Regierung die Cannabisforschung mit finanziellen Mitteln. Das könnte ein Grund sein, dass zu wenige Studien über Wirksamkeit und Nebenwirkungen vorliegen und viele Menschen weiterhin Angst haben vor der “Droge” Cannabis.

Artenschutz und Handelsverbot verhindern nicht, dass das Pangolin in grossem Stil illegal gehandelt wird. Das scheue Tier braucht dringend Hilfe.

Die Pharmazie strebt ständig nach neuen Wirkstoffen und Heilmitteln. Nun werden mittels Hightech-Methoden bakterielle Stoffe aus unwirtlichen Lebensräumen gewonnen, um die Medizin weiterzubringen.

Logo von umweltnetz-schweiz

umweltnetz-schweiz.ch

Forum für umweltbewusste Menschen

Informationen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Das wirkungsvolle Umweltportal.

Redaktion

Stiftung Umweltinformation Schweiz
Eichwaldstrasse 35
6005 Luzern
Telefon 041 240 57 57
E-Mail redaktion@umweltnetz-schweiz.ch

Social Media

×

Newsletter Anmeldung

Bleiben Sie auf dem neusten Stand und melden Sie sich bei unserem Newsletter an.