Die Sache mit dem Klima in Lima

02 Dez 2014
 Noch ist unklar, ob das Klima in Lima derart mild sein wird. Noch ist unklar, ob das Klima in Lima derart mild sein wird.

In der peruanischen Hauptstadt Lima findet derzeit die 20. Weltklimakonferenz statt. Das Ziel der Verhandlungen: Die Grundlagen schaffen für ein neues, weltweit gültiges Klimaabkommen. Es soll 2015 in Paris verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten. 

Nationale Klimaziele definieren

In vielen Schweizer Dörfern und Städten ist am Sonntag der Samichlaus eingezogen. In Lima hat fast gleichzeitig die 20. Weltklimakonferenz Einzug gehalten. Die peruanische Hauptstadt ist seit gestern Montag für zwei Wochen die Hauptstadt des Weltklimas. Das Ziel der Verhandlungen von Vertretern aus 195 Nationen: Die Grundlagen schaffen für ein neues Klimaabkommen, das 2015 in Paris verabschiedet werden soll; und dazu muss geklärt werden, was jedes einzelne Land zum Gelingen des Vertrags einhalten muss. Bis im Frühjahr muss dazu jeder Staat bekanntgeben, was er gegen den Klimawandel unternehmen will. Diese nationalen Klimaziele sollen dann ins Pariser-Abkommen integriert werden. Lima soll dabei Klärung bringen, was genau ein staatliches Klimaziel ist, schreibt die NZZ. Auf der einen Seite die Haltung der Industrieländer: Alle Staaten sollen primär ihre Reduktionsziele für Treibhausgase offenlegen. Auch Entwicklungs- und Schwellenlländer sollen sich zu einer Senkung vepflichten. Diese hingegen sehen auf der anderen Seite die Anpassung an den Klimawandel und seine Folgen sowie finanzielle Unterstützung durch die Industrienationen als oberste Priorität.

Grundlagen schaffen in New York

Erste Grundlagen für den künftigen Klimavertrag, der 2020 in Kraft treten soll, wollte Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon diesen September am Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs in New York schaffen. Das Treffen war von weltweiten Klima-Demonstrationen mit Hundertausenden von Teilnehmern begleitet worden. Viele Umweltverbände zeigten sich nach den Verhandlungen eher enttäuscht. Schwung in die Querelen um den Klimavertrag haben die EU, die USA und China gebracht. Kurz vor den Verhandlungen in Lima haben sie ihre neuen Klimaziele verkündet. Die drei grössten Verursacher von CO2 setzen damit die anderen Staaten unter Druck. Die EU will bis 2030 ihren CO2-Ausstoss im Vergleich zu 1990 mindestens um 40 Prozent senken. Die USA wollen bis 2005 den Ausstoss von Treibhausgasen im Vergleich zu 2005 um 26 bis 28 Prozent senken. China wiederum nennt keine konkreten Reduktionsziele, will den Höhepunkt des Ausstosses von Kohlendioxid aber spätestens 2030 erreicht haben. Die Schweiz hat ebenfalls kürzlich ihre Reduktionsziele präsentiert: Bis 2030 will sie ihre CO2-Emissionen um die Hälfte senken. Was auf den ersten Blick fortschrittlich erscheint, wird von den Umweltverbänden kritisiert. Nur 30 Prozent der Reduktion soll nämlich in der Schweiz stattfinden, 20 Prozent will der Bundesrat ins Ausland auslagern. Eine Klima-Allianz hatte in einer Petition diesen Herbst 40 Prozent Reduktion bis 2020 und 60 Prozent bis 2030 (gegenüber 1990) vom Bundesrat eingefordert.

{xtypo_info}Quellen:
http://www.nzz.ch/international/amerika/verhandlungen-unter-gemischten-vorzeichen-1.18435537
http://www.srf.ch/news/schweiz/bundesrat-gibt-gas-beim-klimaschutz
http://www.srf.ch/news/international/das-wollen-die-groessten-player-beim-klimaschutz-erreichen{/xtypo_info

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