Fakt:

Energydrinks sind beliebt. Rund 42 Millionen Liter davon werden allein in der Schweiz jährlich verkauft. Nicht nur ihre gesundheitlichen Auswirkungen sind bedenklich, sondern auch ihr Effekt auf die Umwelt. Falls alle Inhaltsstoffe – Wasser, Zucker und synthetische Stoffe ausgenommen Kohlendioxid und Zitronensäure – aus der Schweiz stammen, werden für die Produktion einer einzelnen Dose (250 ml) rund 0,2 kg CO2e benötigt. Der grösste Anteil der Umweltauswirkungen ist auf die Verpackung zurückzuführen. Die ressourcenintensive Aluminiumproduktion für die Dose verursacht 64 % der Treibhausgasemissionen. Die Inhaltsstoffe - insbesondere Zucker und die synthetischen Beifügungen wie Koffein und Vitamine - tragen mit etwa 15 % zu den gesamten Emissionen bei. Transport und Vertrieb haben einen weitaus geringeren Anteil an den gesamten Umweltauswirkungen, wenn das Getränk im selben Land produziert und konsumiert wird.

Folgerung

Da vor allem die Aluminiumdosen die THG-Emissionen von Energydrinks erheblich erhöhen, besteht ein großes Potenzial zur Verringerung der Umweltauswirkungen durch die Verwendung einer nachhaltigeren Verpackung. Auch die Reduktion des Zuckergehalts könnte Wirkung zeigen. Dieser Inhaltsstoff äussert sich zwar kaum in der CO2-Ökobilanz, denn die Wasser- und Bodenverschmutzung durch den Einsatz von Pestiziden sowie die Landnutzung sind in dieser Zahl nicht einberechnet. Ein weiterer wichtiger Faktor wird der Transport, sobald die Getränkedose ausserhalb des Herkunftslandes konsumiert wird. Wird das Getränk in die USA exportiert, erhöht sich die Umweltbelastung pro Dose um die Hälfte auf 0,3 kg CO2e.

 

Quellen und weitere Informationen:
Nadia Malinverno, Niels Jungbluth: The environmental impact of an energy drink

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Fakt:

Fussball ist eine weltweit gespielte Sportart. Während als Untergrund für dieses Spiel meist ein einfacher Rasenplatz genügt, so werden trotzdem immer häufiger Flächen mit teuren Entwässerungsanlagen oder gar Kunstrasen gebaut. In der Schweiz gibt es geschätzt rund 700 Kunstrasenplätze, in Deutschland sind es sogar bis zu 5000.
Eine Studie von ZHAW Forschern hat festgestellt, dass Naturrasen grundsätzlich die bessere Ökobilanz hat. In Anbetracht der Nutzungsdauer schneidet jedoch unverfüllter Kunstrasen - Kunstrasen ohne stabilisierende Granulat- oder Sandfüllung - besser ab: Er ist stärker belastbar und hält rund 1600 Stunden Fussball oder andere Rasensportarten pro Jahr aus. Auf entwässertem Naturrasen hingegen können maximal 800 Stunden, ohne Entwässerung sogar nur 480 Stunden gespielt werden. Ein Kunstrasen muss daher rund halb so oft wie ein Naturrasen renoviert werden. Ausserdem muss Naturrasen intensiver unterhalten werden als Kunstrasen. Der nötige Dünger belastet das Grundwasser und ist in seiner Herstellung energieintensiv. In seiner Produktion schneidet der Kunstrasen wiederum schlechter ab, da viel synthetisches Material benötigt wird. Problematisch ist ausserdem seine Emission von Mikroplastik.

Folgerung: Die Studie kommt zum Schluss, dass für vielbespielte Fussballplätze ein unverfüllter Kunststoffrasen von Vorteil ist. Für weniger ausgelastete Plätze ist ein Naturrasen hingegen ökologisch sinnvoller. Die Ökobilanz von Sportplätzen können ausserdem durch die Sportler und Sportlerinnen selbst beeinflusst werden, beispielsweise durch eine umweltfreundliche Anreise mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Verkehr.

 

Quellen und weitere Informationen:
Stadt Zürich: Ökobilanzierung Sportrasen

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Rollrasen ist praktisch für Eilige. Doch der Natur tut man damit keinen Gefallen. Nur schon die Herstellung ist alles andere als umweltfreundlich.

Mähroboter schneiden im Vergleich zu anderen Rasenmähern bezüglich Abgasen, Strom und Lärm am besten ab. Das Nachsehen hat aber die Natur.

Immerhin grün ist er, der Rasen. Und eine spannende Herkunftsgeschichte hat er auch. Nur ökologisch, leider, ist er nahezu wertlos.

Es ist Pilzsaison – Pilze spriessen meist in den Wäldern, erscheinen aber auch unerwartet auf unseren Rasenflächen. Was lässt sich gegen die manchmal unerwünschten Gäste ausrichten?

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