Ratgeber: Sonnenschutz

21 Mai 2015
Sonnenschutz ist wichtig, um Hautkrebs und einer vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen. Sonnenschutz ist wichtig, um Hautkrebs und einer vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen.

Für Menschen ist Sonnencrème häufig ein Segen: Dank ihr können wir uns der Sonne aussetzen, ohne Sonnenbrände, Falten oder gar Hautkrebs fürchten zu müssen. Doch was steckt in den diversen Fläschchen und sind die Produkte wirklich unbedenklich?

Sonnenschutz ist wichtig, um Hautkrebs und einer vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen. Medizinisch gesehen ist ein Sonnenbrand nichts anderes als eine Verbrennung, die durch UV-Strahlung hervorgerufen wird. Eine Rötung der Haut bei zu langem Sonnenbaden zeichnet sich nach etwa 3 bis 24 Stunden ab. Wer also am Strand bereits merkt, dass sich die Haut warm anfühlt und rot ist, muss am Abend mit einer tiefen Rötung rechnen. Die Haut erscheint rot, da sich im betroffenen Bereich die Blutgefässe erweitert haben. Erhöhte Durchblutung ist das Anzeichen für eine gewöhnliche Entzündungsreaktion, da so der betroffene Bereich besser mit Nährstoffen und Zellen des Immunsystem beliefert werden kann.

UV-Strahlung

Die UV-Strahlung führt zum Sonnenbrand und bei gewissen Menschen zu einer Schädigung der Augen. Man unterscheidet drei verschiedene Arten der UV-Strahlung: 

  • Die UVC-Strahlung wird von der Lufthülle der Erde völlig verschluckt und erreicht die Erdoberfläche nicht.
  • Die UVB-Strahlung wird vom Ozonmantel der Lufthülle teilweise geschwächt.
  • Die UVA-Strahlung wird ähnlich wie das sichtbare Licht von der Lufthülle weitgehend durchgelassen.

Wie verschiedene Hauttypen auf die Sonneneinwirkung reagieren, wird mit diesem Simulator schön dargestellt.

Sonnenschutz

Sonnenschutzmittel können heute in jedem Detailhandel erworben werden. Oftmals wird auf die Art des Sonnenschutzes und nicht auf den Inhalt geachtet:

Gel: Enthält wenig Fett und ist deswegen gut für Personen mit Akne sowie für Sportler geeignet.
Milch: Pflegt die Haut besonders gut, insbesondere wenn sie Antioxidantien (zbsp. Vitamin E) enthält.
Spray: Lässt sich gut auf der Haut verteilen, allerdings kann es beim Sprühen zu Materialverlusten kommen.
Creme: Bietet aufgrund ihres hohen Fettgehaltes, durch den die Wirksubstanzen besser gebunden werden können, einen besonders effektiven Schutz.
Blocker: Enthält Nanopartikel, die die Sonnenstrahlen vollständig reflektieren. Besonders geeignet für empfindliche Stellen wie Narben oder Tattoos.

Sonnencremes und -lotionen enthalten physikalische und/oder chemische UV-Filter. Besonders beim Kauf einer Sonnencreme im Ausland ist darauf zu achten, ein Produkt zu wählen, welches Schutz vor UVA- und B-Strahlen bietet. Die Faustregel lautet: Der UV-A-Schutzfaktor soll mindestens ein Drittel des UV-B-Schutzfaktors betragen.

Unbekannte Risiken

Zum heutigen Zeitpunkt versuchen Wissenschaftler, Behörden und Fachkräfte auf die Gefahr von Sonnenbränden und Hautkrebs aufmerksam zu machen. Einige Experten warnen allerdings vor der chemischen Sonnencreme, da krebserregende Inhaltsstoffe festgestellt wurden. Doch fast keiner sorgt sich um die Umwelt. Dabei hat bestimmt schon jeder Badegast beobachten können, wie es aussieht, wenn das Badewasser von milchig schimmernden Lachen besprenkelt ist.

Das Gebiet der Umweltverträglichkeit der Sonnencreme ist noch nicht zufriedenstellend erforscht worden. Dennoch: Eine Studie von Forschern der Universität Koblenz-Landau zeigt, dass im Wasser enthaltene Nanoteilchen, wie sie in Sonnenmilch und Sonnenblockern vorkommen, Wasserbewohner schaden können. Wenn erhöhte Konzentrationen Titandioxid-Partikel (Nanoteilchen) im Wasser vorkommen, habe dies Auswirkungen auf die Schwimmfähigkeit der Nachkommen von Wasserflöhen, berichten die Forscher im Magazin Plos One. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass Nanomaterialien aquatische Ökosysteme schädigen könnten", sagt Studienleiter Ralf Schulz vom Institut für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau gegenüber der Zeit Online.

Was ist nun der Rat?

Einen einheitlichen Rat zur Auswahl des Sonnenschutzes gibt es nicht: Auf Produkte der chemischen Industrie können wir nicht ganz verzichten, da natürliche Sonnenschutzmittel nur einen sehr niedrigen UV-Schutz aufweisen. Mit vielen physikalischen Schutzmethoden (Sonnenschirm, Kleider, Nanoteilchen) erhält die Haut gar keine oder nur eine leichte Bräune. Bevor man in den Supermarkt geht, kann man folgende mentale Liste durchgehen:

Gesundheit zuerst

  • Weist der Sonnenschutz einen UVA- und einen B-Schutz auf? 
  • Ist der UVA-Schutzfaktor mindestens ein Drittel des UV-B-Schutzfaktors? 
  • Enthält der Sonnenschutz Duftstoffe, die zu allergischen Reaktionen führen können?
  • Weist der Sonnenschutz mehr Chemikalien auf als vergleichbare Produkte?

Umwelt:

  • Sind unnötige Nanopartikel in der Creme enthalten?
  • Rutscht die Sonnencreme beim Baden vom Körper schnell ins Wasser?

Weitere Informationen:
UV-Schutz für die Haut (bfs.de)
Wie umweltschädlich sind Nanoteilchen? (Zeit Online)
Sonnenschutz: So schützen Sie Ihre Haut richtig! (gesundheit.de)

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