Valentinstag: Sag es mit Taten statt mit Blumen

13 Feb 2017
Nicht nur mit Blumen kann man seine Liebe ausdrücken, und auch nicht nur am Valentinstag. Nicht nur mit Blumen kann man seine Liebe ausdrücken, und auch nicht nur am Valentinstag.

Der Liebesbeweis per Rose ist alles andere als romantisch: Mit Pestiziden, Genmanipulation und schlechten Arbeitsbedingungen werden die Blumen angebaut. Aber an alternativen Ideen mangelt es nicht.

Morgen ist es wieder mal so weit: Der Valentinstag. Grundsätzlich ist ja nichts dagegen einzuwenden, einen Tag der Liebenden zu feiern, auch wenn es für einen Liebesbeweis natürlich keinen speziellen Tag bräuchte. Dass dieser Tag aber vor allem ein Marketing-Trick ist und der Blumen- und Süsswarenindustrie zuspielt, hat nicht viel mit Liebe zu tun, denn der Kakao für Pralinen könnte von Kinderhand gepflanzt und die Rose mit Pestiziden angereichert sein. Fraglich ist, wie Blumenhändler überhaupt auf die Idee kamen, im Februar ein Geschäft mit Rosen zu machen. Nicht einmal die Schneeglöckchen sind am Spriessen…

(K)ein rosiger Transport

Lufthansa hat 2015 eine Tonne  Rosen von Afrika und Südamerika nach Frankfurt eingeflogen – extra für den Valentinstag. Von Frankfurt aus werden sie dann nach ganz Europa weitertransportiert. Um den Bedarf der Europäer an diesem Tag abzudecken, sind sogar Sonderflüge nötig. Mit speziell entwickelten Kühl- und Transportsystemen gelangen die Rosen so von der Plantage innert kürzester Zeit in die Blumenläden. Die größten Exportländer für Rosen sind Kenia, Kolumbien und Ecuador, denn dort wachsen die Rosen das ganze Jahr durch. Dies spart zwar nach einer britischen Studie immer noch CO2 ein im Vergleich mit der Rosenzucht in Europa, wo künstliche Bewässerung und Wärme benötigt werden, doch umweltfreundlich macht es das noch lange nicht.

Wer seine Liebe trotzdem in Form von Blumen ausdrücken möchte, kann mal einen Blick auf die Saisontabelle  werfen: Das Vergissmeinnicht kann als einzige Blume im Februar im Kaltgewächshaus angepflanzt werden.

Pestizide in der Vase

Doch es bleibt nicht nur beim Transport, denn auch der Pestizidgebrauch und die schlechten Arbeitsbedingungen schaden Mensch und Umwelt. Genmanipuliert und mit teilweise über 15 verschiedenen Pestizidrückstände versehrt kommen sie von weit her, nur damit wir jemandem beweisen können, dass wir sie oder ihn lieben? In der kleinen Menge auf der Rose bedeuten sie für die Käufer kein unmittelbares gesundheitliches Risiko, aber die Arbeiterinnen und Arbeiter, die sie anpflanzen, sind ihnen oft schutzlos ausgeliefert. Nicht nur vor dem Valentinstag, sondern das ganze Jahr über.  

In Afrika und Südamerika werden auch Süsswasservorräte aufgebraucht, auf welche die Bevölkerung angewiesen ist. Wie viel Romantik dann noch in der Blume steckt, ist fraglich. 

Alternative Liebesbeweise

Wer sich am Valentinstag trotzdem etwas schenken möchte, kann dies auch in Form von Zeit oder kleinen Gesten tun. Denn viele Paare besitzen schon alles, was sie brauchen. Die kleinen Dinge halten zudem länger, als Blumen oder Pralinen. Hier ein paar Ideen:

  • Heinzelmännchen und Putzfee: Ein Abwasch- oder Putz-Gutschein erfreut jeden, der nach dem Essen das Geschirr einfach mal stehen lassen kann.
  • Gemeinsam essen: Wie wär es mit einem Wohnzimmerpicknick? Es ist ideal für den Winter und eine kreative Abwechslung zum Candle Light Dinner. Aber auch das Lieblingsessen auf den Tisch zu zaubern wird ganz sicherlich mit einem grossen Lächeln bedankt.
  • Wellness: Egal ob im Spa oder zuhause in der Badewanne beim Kerzenschein: Einfach mal nichts tun und entspannen behagt nicht nur am Valentinstag. Auch eine Massage zeigt dem Partner, dass er geliebt wird.
  • SelbstgemachtesPralinen, ein  Kuchen oder auch nur eine Tasse Tee sind Gesten, die nicht nur am Valentinstag erfreuen.

Es sind die kleinen Dinge, die oft eine grosse Bedeutung haben. Wahre Liebe braucht keine Blumen um das auszudrücken…

 

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