Ratgeber: Nachhaltig grillen

Ratgeber: Nachhaltig grillen

Warmes Wetter, lange Abende und genussvolles Essen. Bereits im April holten die Menschen ihr Grillequipment hervor und eröffneten die Grillsaison. Mit einigen Tipps geht auch das umweltschonender und nachhaltiger.

Schönes Wetter und Grillen gehören für viele Menschen einfach zusammen.  Dass, das gemütliche Beisammensein und Schlemmen nicht ganz umweltfreundlich ist, dürfte klar sein. Dennoch gibt es gute Tipps, um das Ganze nachhaltiger und umweltschonender zu gestalten.

1. Der Grill

Auf jeden Fall sollte man keinen Einweggrill verwenden. Diese werden in vielen Shops angeboten, sind jedoch alles andere als nachhaltig. Wenn Sie sich einen Grill anschaffen, dann einen Mehrweggrill. Sind Sie unterwegs gibt es überall genügend Grill- und Feuerplätze, extra einen Grill mitschleppen müssen Sie gar nicht. Sprechen Sie sich mit Freunden ab, oft reicht es wenn jemand im Umfeld einen Grill hat, den man ausleihen kann - ganz nach dem Motto: Sharing is caring.

Auch bei den Mehrweggrills gibt es Unterschiede. Diese können mit Gas, Kohle, oder Elektrizität betrieben werden. Am umweltfreundlichsten ist der Elektrogrill, wenn dieser mit Ökostrom betrieben wird. Bei den Gasgrills wird Bhutan oder Propan verwendet, also keine erneuerbaren Energiequellen. Wenn Sie einen Kohlegrill benutzen, achten Sie darauf, nur einheimische Kohle zu verwenden, nicht solche aus den Tropen. Als Alternative zu Holzkohle kann auch mit Olivenkernen oder Weinreben angefeuert werden – klingt speziell aber funktioniert. Das sind übrigens beide Abfallprodukte aus der Landwirtschaft.  

2. Anzünder

Verwenden Sie keine chemischen Anzünder, diese enthalten synthetische und chemische Inhaltsstoffe - schädlich für Gesundheit und Natur. Aus Hausabfällen lassen sich auch gute Grillanzünder herstellen. Sägespäne oder Wachsresten eignen sich gut.

3. Zubehör

Oft wickelt man Kartoffeln oder Fisch in Alufolie ein oder benutz Grillschalen aus Alu. Bei der Herstellung dieser Dinge wird allerdings viel Energie aufgewendet, und Essen aus Aluschalen oder Folie kann gesundheitsschädigend sein, da das Metall in die Speisen übergeht. Stark verschmutze Aluutensilien sind zudem schlecht rezyklierbar. Alternativen sind kleine Gusspfannen, Schalen aus hitzebeständigem Porzellan oder Auflaufformen. Sollten Sie doch zur Aluschale greifen, sollte diese wenigsten mehrmals verwendet werden.

Das Gleiche gilt für das Geschirr. Wenn möglich sollte normales Porzellan benutzt werden. Ist dies nicht möglich kann nachhaltiges Wegwerfgeschirr angeschafft werden. Das kann zum Beispiel aus Palmenblättern bestehen, dieses kann sogar mehrmals verwendet werden. Dabei muss beim Kauf einfach darauf geachtet werden, dass die Palmenblätter aus einer nachhaltigen Plantage stammen und diese nicht extra für die Palmenblätter-Gewinnung bewirtschaftet wird. Ausserdem gibt es ökologisches Einweggeschirr, welches auf dem Kompost entsorgt werden kann und ganz ohne die Verwendung von fossilen Ressourcen hergestellt wird.

4. Das Grillgut

Auch was auf dem Grill landet ist entscheidend für die Ökobilanz. Kaufen Sie regionales Gemüse und Fleisch ein, achten Sie auf das Bio-Label. Vielleicht können Sie Fleisch und Käse direkt beim Bauern erwerben - oder mal ganz weglassen.

5. Nach dem Grillen

Selbst wenn der ganze Genuss bereits vorbei ist gibt es doch noch einige Sachen zu beachten. Gerade im Park oder der Natur allgemein bleibt leider viel Müll liegen. Bitte nehmen Sie alles was Sie mitgebracht haben wieder nach Hause und entsorgen Sie es dementsprechend. Vielleicht sind vor Ort bereits Möglichkeiten vorhanden, um einige Dinge zu entsorgen. Bevor Sie die Stelle oder den Grill verlassen, stellen Sie sicher, dass alles ganz abgekühlt ist.

Grillen mit Olivenkernen
Nachhaltiges Einweggeschirr

Kommentar schreiben

Die Kommentare werden vor dem Aufschalten von unseren Administratoren geprüft. Es kann deshalb zu Verzögerungen kommen. Die Aufschaltung kann nach nachstehenden Kriterien auch verweigert werden:

Ehrverletzung/Beleidigung: Um einen angenehmen, sachlichen und fairen Umgang miteinander zu gewährleisten, publizieren wir keine Beiträge, die sich im Ton vergreifen. Dazu gehören die Verwendung von polemischen und beleidigenden Ausdrücken ebenso wie persönliche Angriffe auf andere Diskussionsteilnehmer.

Rassismus/Sexismus: Es ist nicht erlaubt, Inhalte zu verbreiten, die unter die Schweizerische Rassismusstrafnorm fallen und Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Kultur oder Geschlecht herabsetzen oder zu Hass aufrufen. Diskriminierende Äusserungen werden nicht publiziert.
Verleumdung: Wir dulden keine Verleumdungen gegen einzelne Personen oder Unternehmen.

Vulgarität: Wir publizieren keine Kommentare, die Fluchwörter enthalten oder vulgär sind.

Werbung: Eigenwerbung, Reklame für kommerzielle Produkte oder politische Propaganda haben keinen Platz in Onlinekommentaren.

Logo von umweltnetz-schweiz

umweltnetz-schweiz.ch

Forum für umweltbewusste Menschen

Informationen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Das wirkungsvolle Umweltportal.

Redaktion

Stiftung Umweltinformation Schweiz
Eichwaldstrasse 35
6005 Luzern
Telefon 041 240 57 57
E-Mail redaktion@umweltnetz-schweiz.ch

Social Media

×

Newsletter Anmeldung

Bleiben Sie auf dem neusten Stand und melden Sie sich bei unserem Newsletter an.