Ratgeber: Saisonale Gemüse und Früchte im Juli

Ratgeber: Saisonale Gemüse und Früchte im Juli

Welche saisonalen Gemüse- und Früchtesorten Sie im Juli geniessen können, zeigen wir in diesem Ratgeber.

Der Sommer ist hier! Er bringt viel Wärme und damit auch viele einheimische Obst- und Gemüsesorten auf unseren Tisch. In unserem Saisonkalender für den Juli finden Sie typische Sommerboten wie Beeren, Steinobst sowie Erbsen, Peperoni und Tomaten.


Sommerzeit ist üblicherweise Steinobstzeit

Aprikosen, Kirschen, Nektarinen, Pfirsiche und Zwetschgen — von Juli bis in den Spätsommer hinein haben hierzulande sämtliche Steinobst-Sorten Saison. Ihre leuchtenden Farben verleiten doch regelrecht zum Hineinbeissen. Gerade an heissen Sommertagen, wo unser Körper viel Flüssigkeit verlangt, sind Früchte grossartige Flüssigkeits- und Vitaminspender!

Ein trauriges Jahr ist es jedoch besonders für unsere Walliser Aprikosen: Frostschäden und der regnerische kühle Frühling liessen rund 85 Prozent der Erträge wegfallen — der grösste Ernteverlust seit über 30 Jahren. Normalerweise werden im Wallis jedes Jahr rund 8’500 Tonnen Aprikosen produziert, doch dieses Jahr sind es gerade mal 1’300 Tonnen. Andere Obstkulturen sind glücklicherweise weniger von den Schäden betroffen. Bei unseren Kirschen beispielsweise lagen die Verluste Anfang Juni bei etwa 20 Prozent — aktuelle Hagelschäden noch nicht berücksichtigt. Die Bäuerinnen und Bauern hoffen noch auf reichlich Sonnenschein, damit die Ernte wieder aufholen kann.

Ähnlich wie die Aprikosen benötigen auch Pfirsiche und Nektarinen ein heisses und relativ trockenes Klima, um optimal gedeihen zu können. Deshalb eignen sich gemäss dem Schweizer Obstverband in der Schweiz vor allem das Tessin, das Wallis und die Gegend am Genfersee für den Anbau. Als Exoten landen sie jedoch selten im Supermarkt, sondern mehrheitlich im Direktverkauf. Ein Besuch im Hofladen oder ein Gemüseabo lohnen sich hier in jedem Fall!


Frisch durch den Sommer

In der Sommerhitze kann man schon mal den Appetit verlieren… An solchen Tagen bieten sich saftige erfrischende Sommergemüsesorten an, die den Körper mit der nötigen Flüssigkeit und mit Nährstoffen versorgen.

Süsse aromatische Tomaten beispielsweise machen sich in jedem Salat ganz vorzüglich. Je nach Witterung geht die Tomatensaison hierzulande Mitte Juli ganz langsam los. Die meisten Tomaten, die schon vorher in den Supermärkten zu kaufen sind, stammen aus dem beheizten Gewächshaus oder dem geschützten (unbeheizten) Anbau. Weil sie auf viel Wärme angewiesen, frostempfindlich und für Pilze anfällig sind, baut man Tomaten in Mitteleuropa professionell kaum im Freiland an. Wussten Sie auch, dass Bio-Tomaten intensiver schmecken? Konventionelle Tomaten werden oft stark bewässert, damit der Ertrag höher ausfällt. Der charakteristische Geschmack kann sich allerdings nur dann gut ausbilden, wenn die Pflanze trocken gehalten wird.

Im Sommersalat darf auch die Gurke nicht fehlen: Sie besteht zu 97 Prozent aus Wasser und ist somit der perfekte Durstlöscher für den heissen Sommer. Hier sollten Sie aber unbedingt zu Bio-Produkten greifen. Da im Bio-Anbau nämlich keine synthetischen Pestizide für den Pflanzenschutz eingesetzt werden, muss man die Schale der Gurken nicht entfernen. Das sollte man auch nicht, denn hier sitzen die meisten Nährstoffe wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium sowie Vitamin A, B und C.

 

 

Quellen und weitere Informationen: 
Saisonkalender für Gemüse in der Schweiz
Saisonkalender für Gemüse, Früchte und Kräuter in der Schweiz 
SRF (24.06.2021): Wallis verzeichnet immensen Aprikosenernte-Ausfall
Schweizer Obstverband: Obstland Schweiz

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