Lebendiger Garten – Attraktive Lebensräume für Tiere bieten

Natürliche Blumenwiesen sind in Schweizer Gärten zu einer Rarität geworden Natürliche Blumenwiesen sind in Schweizer Gärten zu einer Rarität geworden

Ein Garten, der natürliche Lebensräume bereithält, wird automatisch von Tieren belebt. Dies ist nicht nur schön anzusehen und wertvoll für den Erhalt der Artenvielfalt, Naturgärten haben auch weniger mit Schädlingen zu kämpfen. Besonders geschätzt werden bunte Blumenwiesen, natürliche Nischen und heimische Hölzer.

Sommervögel, Vogelgezwitscher und in der Dämmerung vorbeistreifende Igel: Wer sich an die Grundprinzipien hält, wird mit einem von Tieren belebten Garten belohnt. Die wohl wichtigste Regel ist eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Das mag einfach klingen, jedoch wird in den meisten Gärten heutzutage überhaupt keine Vielfalt mehr zugelassen. Der Rasen wird minutiös kurz gehalten und Laubblätter werden penibel weggefegt. Bei einigen Individuen finden sich – der Einfachheit halber – gar nur noch Steine im Garten. Dabei wäre es wichtig, möglichst wenig Fläche zu versiegeln, um das Klima im Garten und schliesslich dessen Attraktivität für Tiere zu verbessern. Schlupflöcher oder Nistplätze für Vögel und Insekten sind zu einer Rarität geworden. Der Weg zum tierreichen Garten führt unausweichlich über eine natürliche Vielfalt.

In einfachen Schritten zum naturnahen Garten:

- Einheimische Pflanzen gefallen den hiesigen Tieren

- Zurückhaltung bei der "Pflege"

- Rückzugsorte schaffen


Eine natürliche Blumenwiese wirkt wie ein Magnet für Bienen und viele weitere Insekten und ist zudem auch noch sehr pflegeleicht. Die Wiese säht man am besten im Frühling. Machen Sie sich und den Tieren einen Gefallen und lassen sie das ständige Mähen und Zurechtstutzen von Hecken und Sträuchern. Ein penibel geschnittener Garten bietet keine Lebensräume für Tiere.

Zurückhaltung beim Aufräumen

Hecken und Sträucher verleihen ihrem Garten nicht nur Intimität, sie sind auch Nistplätze und damit Lebensgrundlage für zahlreiche Vögel. Aber auch Igel ziehen sich gerne ins Dickicht zurück. Abgeschnittenes Heckenholz und Laub im Herbst sollte nicht vollständig weggeräumt werden. Türmen Sie die Abschnitte und das Laub zu kleinen Haufen zusammen und lassen Sie diese liegen. Etliche Tiere, wie die Eidechse, der Igel oder auch Molche erfreuen sich an den Rückzugsorten. Aber auch Steinmauern, Totholz und Hecken dienen als Lebensräume für Eidechse und Co. und bieten den Tieren in der kalten Jahreszeit schliesslich ein Plätzchen zum Überwintern.

Nährstoffkreislauf: Jeder profitiert

Hält der Garten eine grosse Vielfalt an Wildkräutern, Pflanzen und Unterschlupfmöglichkeiten bereit, siedeln sich viele Insekten an. Diese sind notwendig, um grössere Lebewesen, wie beispielsweise den Vogel, in den Garten zu locken. Dieser erfreut sich nämlich an dem bereitgestellten Futter und nistet mit Flügelkuss in einem von Insekten bewohnten Garten. Hier lassen sich die Jungtiere schnell mit Nahrung versorgen. Und auch Ihrer Ernte wird es im Naturgarten besser ergehen: Schnecken stehen beim Igel weit oben auf dem Speiseplan. Ein naturbelassener Garten bietet Platz für die Fressfeinde von Schädlingen und ist damit unter dem Strich viel pflegeleichter und ergiebiger. 

Förderung der Biodiversität im Siedlungsgebiet, Naturwissenschaften Schweiz
Biodiversität im Siedlungsraum – Natur vor der Haustür, Kampagne BirdLife Schweiz

 

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