Basilikum — Königliches Kraut und Welteroberer

Es gibt unzählige Basilikumsorten, jede mit einem einzigartigen Geschmack und Aussehen Es gibt unzählige Basilikumsorten, jede mit einem einzigartigen Geschmack und Aussehen

Basilikum, das von JardinSuisse zur Pflanze des Jahres 2021 erkoren wurde, hat die ganze Welt mit seinem einzigartigen Aroma erobert.

Seine unvergleichlichen Aromen und Düften machen Basilikum (Ocimum basilicum) rund um den Globus zu einem der beliebtesten Küchenkräuter. Seinem botanischen Namen macht es dabei alle Ehre: Dieser stammt vom griechischen Wort «Basileus» ab und bedeutet König. Im deutschsprachigen Raum wird die Pflanze entsprechend auch als „Königskraut“ oder „Königsbalsam“ bezeichnet. Daran ist die hohe Wertschätzung erkennbar, die man dem Basilikum früher entgegengebracht hat.


Eroberer der Weltküche

Bei uns kennt man das Basilikum hauptsächlich aus der italienischen Küche. Dort scheint es unzertrennlich zu saftigen, süssen Tomaten zu gehören. Seinen Ursprung hat der beliebte Lippenblütler aber wahrscheinlich in Vorderindien. Dort wurde er bereits vor 1000 Jahren gezielt als Gewürz-, Heil- und Zierpflanze angebaut. Das Indische Basilikum (Ocimum tenuiflorum) — auch Tulsi bzw. Tulasi genannt — spielt als heiliges Kraut im Glaubensleben vieler Hindus eine wichtige Rolle bei Zeremonien. Auf Eroberungsreise hat sich das Gewürz jedoch schon wesentlich früher gemacht: In ägyptischen Pyramiden wurde es bei Ausgrabungen gefunden, was auf seine Kultivierung im Altertum hindeutet. Nach Mitteleuropa gelangte das kälteempfindliche Kraut dann erst im Mittelalter.
Besonders wohl fühlt sich das Basilikum im tropischen bis subtropischen asiatischen Raum — dieser gilt heute als natürliches Verbreitungsgebiet des vielgestaltigen Königskrautes. In Suppen, Saucen und Salaten der asiatischen Küche ist besonders das Thai-Basilikum (Ocimum basilicum var. thyrsiflora) beliebt.

 

Das Indische Basilikum zeichnet sich durch seine violett gefärbten Blätter und Stängel aus. Ramos Ortiz, pixabay

 

Unwiderstehliche Düfte

Die einzigartigen Aromen und Düfte des Basilikums machen es zu einem der beliebtesten Küchenkräuter überhaupt. In den Blättern sind zahlreiche geschmackstragende ätherische Öle gespeichert, die sich je nach Sorte in ihrer Zusammensetzung deutlich unterscheiden können. Der Geschmack des Basilikums ist davon abhängig, welche Anteile der verschiedenen ätherischen Öle es besitzt. Jede Basilikumsorte verfügt über ihr eigenes, einzigartiges Aroma.
Basilikum ist nebst seines Geschmacks auch aufgrund seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit beliebt. Basilikum-Tee wird beispielsweise als beruhigendes und krampflösendes Mittel bei Verdauungsproblemen empfohlen. Sowohl seine ätherischen Öle als auch seine entzündungshemmenden Inhaltsstoffe werden zudem Körperpflegeprodukten beigefügt.

 

Nebst seiner intensiven Färbung sorgen die vielfältigen und teilweise intensiveren Geschmacksnuancen des Roten Basilikum für nachhaltige Eindrücke. PommeGrenade, pixabay

 

Hingucker im Garten

Viele kennen Basilikum als hellgrüne Pflänzchen mit grossen gewölbten Blättern, die häufig in Supermärkten angeboten werden. Doch die Sortenvielfalt des Basilikums ist enorm: So sind Vertreter mit den unterschiedlichsten Blattfarben und -formen erhältlich, wie beispielsweise das Rote Basilikum, welches sich — wie der Name schon andeutet — durch seine rötlich bis dunkelvioletten Blätter auszeichnet. Oder das Schwarze Basilikum, bei dem sich die Nervatur der Blätter dunkelrot gefärbt oder grün-weiss bis grün-purpur gescheckt zeigt.
Die verschiedenen Basilikumsorten sind nicht nur eine Augen- und Gaumenweide für uns; auch Bienen und andere Insekten ‚fliegen‘ auf blühendes Basilikum. Beginnt Basilikum zwischen Juni und Juli zu blühen, stellt es die Entwicklung neuer Blätter und Triebe praktisch ein. Es bilden sich dafür lange Blütenrispen mit zahlreichen kleinen, weissen oder lilafarbenen Blüten, die rege von Bienen und anderen Insekten besucht werden.

 

Auch die Blüten des Basilikum können verspeist werden, beispielsweise in Saucen oder als Garnitur auf einem Salat. Anja Heidsiek, pixabay

 

weitere Informationen:
Jardin Suisse: Basilikum

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