Jule Seifert

Jule Seifert

Der Mensch verbaut durch seine Strassen und Häuser den Lebensraum der Tiere. Erschwerend kommt hinzu, dass auch das, was grün bleibt, nicht immer optimalen Lebensraum für unsere einheimischen Tiere bietet.

Anfang Mai ging die Teilrevision der CO2-Verordnung in Vernehmlassung. Da sie für die Zeit nach 2020 im Parlament noch nicht fertig beraten ist, sollen zentrale, aber zeitlich bis Ende 2020 befristete Instrumente des Klimaschutzes in einer Teilrevision des CO2-Gesetzes bis Ende 2021 verlängert werden.

Wer biologische Vielfalt will, muss bei den Pflanzen anfangen. Artenreiche Wiesen bieten viel mehr Nahrung und Lebensraum als die Monokulturen unserer Landwirtschaft.

Als eine der bedeutendsten Industrienationen weltweit sollte Deutschland eine besondere Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz übernehmen. Sein Klimaschutzprogramm 2030 gilt den einen als Vorbild, den andern als mutloser Kompromiss.

Während wir die Wirtschaft dann bald wieder hochfahren, sollten wir nicht vergessen, dass sie noch immer für Umweltschäden und soziale Ungleichheiten verantwortlich zeichnet. Der World Fair Trade Day setzt dagegen ein konstruktives Zeichen!

Fakt: Food Waste verursacht allein hierzulande 4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente jährlich. Würden keine für den menschlichen Konsum produzierten Lebensmittel im Müll landen, hätte das den gleichen klimawirksamen Effekt wie die Einsparung von 1-2 Millionen Autos (39% der Flotte in der Schweiz). Die gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz beliefen sich im Jahr 2018 auf 46,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Dementsprechend hat der Food Waste einen Anteil von 8,6% der gesamten Treibhausgasemissionen, die von uns Schweizern in die Atmosphäre geblasen werden! Gerade angesichts der neusten Einschätzung des BAFU, dass die Schweiz ihr nationales Klimaziel für 2020 von minus 20 Prozent Treibhausgasausstoss gegenüber 1990 gesamthaft verfehlen wird, bleibt es ein wichtiger Punkt, CO2-Emissionen zu verringern!

Lebensmittelabfälle entstehen auf allen Stufen der Lebensmittelproduktion: In der Landwirtschaft (z.B. durch Aussortierung von unförmigen Früchten), in der Verarbeitung (z.B. durch ungenutzte Nebenprodukte wie Innereien), im Grosshandel (z.B. durch Lagerungsverluste), in der Gastronomie (z.B. durch zu grosse Portionen und Buffetüberschüsse) und im Detailhandel (z.B. durch abgelaufene Produkte), überwiegend aber im privaten Haushalt (z.B. durch Essensreste oder dem letzten Schluck in der Flasche). Je weiter hinten in der Lebensmittelkette vom Feld bis zum Teller die Lebensmittelverluste anfallen, desto mehr belasten sie das Klima. So produzieren die 3,7 Millionen Haushalte allein 1,6 Millionen Tonnen und die Gastronomie 0,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Allein die Hälfte der negativen Klimaeffekte von Food Waste könnten wir einsparen, indem wir die Verschwendung in Haushalten und Gastronomie stoppen! 


Folgerung: Wir Konsumenten machen den Unterschied! Durch gezielten Einkauf, bewussten Konsum und konstruktives Feedback können wir über unser Verhalten auf allen Ebenen Lebensmittelabfälle vermeiden. Wenn alle 8 Millionen Einwohner der Schweiz auch unförmigem Obst und Gemüse, Brot vom Vortag oder den weniger edlen Fleischstücken eine Chance geben; im Restaurant kleinere Portionen bestellen und Essensreste einpacken lassen; regionale Produkte mit kurzen Transportwegen der Importware vorziehen und saisonal einkaufen, um Lagerverluste zu vermeiden, können wir substantiell viele Treibhausgasemissionen einsparen! 

 

Quellen und weitere Informationen:
BAFU: Lebensmittelabfälle
BAFU: Schweizer Treibhausgasemissionen 2018
Foodwaste.ch: Was ist Food Waste?

Alle Klimabausteine

Ein klassisches, aber dennoch originelles Muttertagsgeschenk: Der selbstgemachte Blumenstrauss erfreut jede Mutter.

Tiere kennen keine Staaten- und Ländergrenzen. Egal ob sie schwimmen, über Land laufen oder wie die Vögel fliegen, der Schutz ihrer Wanderrouten ist enorm wichtig und ein internationales Anliegen.

Die WHO sagt, 80% der Infektionskrankheiten weltweit könnten vermieden werden bei richtiger Handhygiene und der korrekten Nies- und Hustetikette.

Paranuss, Stelzenmangrove und Teakbaum leisten bemerkenswerte Beiträge für die Ökosysteme um sie herum – aber auch für uns im weit entfernten Europa. Wie wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder zeigen, sind wir viel stärker von diesen Teilen der Welt abhängig, als wir vielleicht denken.

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