Bartenwale fressen deutlich mehr Krill als bisher angenommen wurde. Mit ihren Ausscheidungen tragen sie einen wichtigen Teil zum marinen Ökosystem bei und können sogar helfen, den Klimawandel zu bremsen. Ein Argument mehr, die Walbestände zu schützen.

Fakt: Food Waste verursacht allein hierzulande 4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente jährlich. Würden keine für den menschlichen Konsum produzierten Lebensmittel im Müll landen, hätte das den gleichen klimawirksamen Effekt wie die Einsparung von 1-2 Millionen Autos (39% der Flotte in der Schweiz). Die gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz beliefen sich im Jahr 2018 auf 46,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Dementsprechend hat der Food Waste einen Anteil von 8,6% der gesamten Treibhausgasemissionen, die von uns Schweizern in die Atmosphäre geblasen werden! Gerade angesichts der neusten Einschätzung des BAFU, dass die Schweiz ihr nationales Klimaziel für 2020 von minus 20 Prozent Treibhausgasausstoss gegenüber 1990 gesamthaft verfehlen wird, bleibt es ein wichtiger Punkt, CO2-Emissionen zu verringern!

Lebensmittelabfälle entstehen auf allen Stufen der Lebensmittelproduktion: In der Landwirtschaft (z.B. durch Aussortierung von unförmigen Früchten), in der Verarbeitung (z.B. durch ungenutzte Nebenprodukte wie Innereien), im Grosshandel (z.B. durch Lagerungsverluste), in der Gastronomie (z.B. durch zu grosse Portionen und Buffetüberschüsse) und im Detailhandel (z.B. durch abgelaufene Produkte), überwiegend aber im privaten Haushalt (z.B. durch Essensreste oder dem letzten Schluck in der Flasche). Je weiter hinten in der Lebensmittelkette vom Feld bis zum Teller die Lebensmittelverluste anfallen, desto mehr belasten sie das Klima. So produzieren die 3,7 Millionen Haushalte allein 1,6 Millionen Tonnen und die Gastronomie 0,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Allein die Hälfte der negativen Klimaeffekte von Food Waste könnten wir einsparen, indem wir die Verschwendung in Haushalten und Gastronomie stoppen! 


Folgerung: Wir Konsumenten machen den Unterschied! Durch gezielten Einkauf, bewussten Konsum und konstruktives Feedback können wir über unser Verhalten auf allen Ebenen Lebensmittelabfälle vermeiden. Wenn alle 8 Millionen Einwohner der Schweiz auch unförmigem Obst und Gemüse, Brot vom Vortag oder den weniger edlen Fleischstücken eine Chance geben; im Restaurant kleinere Portionen bestellen und Essensreste einpacken lassen; regionale Produkte mit kurzen Transportwegen der Importware vorziehen und saisonal einkaufen, um Lagerverluste zu vermeiden, können wir substantiell viele Treibhausgasemissionen einsparen! 

 

Quellen und weitere Informationen:
BAFU: Lebensmittelabfälle
BAFU: Schweizer Treibhausgasemissionen 2018
Foodwaste.ch: Was ist Food Waste?

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