Filmtipp: „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“

Urban Farming: Die Distanz zwischen Mensch und Lebensmittel kann durch den Anbau in urbanen Lebensräumen verringert werden Urban Farming: Die Distanz zwischen Mensch und Lebensmittel kann durch den Anbau in urbanen Lebensräumen verringert werden

In der Dokumentation „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“ suchen der Aktivist Cyril Dion und die Schauspielerin Mélanie Laurent nach Lösungen, um einen globalen Kollaps zu verhindern. Dabei wird klar, dass bereits im Kleinen zu einer nachhaltigen Zukunft beigetragen werden kann und muss.

Studien prophezeien, dass sich unser Leben auf der Erde in den nächsten Jahren drastisch verändern wird. Die Entwicklung mündet in eine Knappheit von Ressourcen wie Öl oder Wasser, die wir nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung haben werden. Geschätzte 70% der Menschen werden in Städten leben. Kann man die Versorgung der Menschen nicht lokal möglich machen, kollabiert unsere Welt früher oder später: So das Anfangsstatement des Dokumentarfilms.

„Worin unterscheidet sich das Verhalten der Menschen von dem eines Tieres? […] Der Löwe greift die Antilope nur an, wenn er Hunger hat und nicht einfach, um sie zu töten […] Der Mensch plündert durch Anhäufung.“
Pierre Rabhi, Agrarökologe und Schriftsteller

Cyril Dion und Mélanie Laurent machen sich auf die Suche nach Lösungen. Sie wollen Möglichkeiten und Lösungsansätze finden, die Umwelt für die nächsten Generationen – ihre Kinder – zu schützen und nicht weiter auszubeuten. Überall auf der Erde besuchen sie alternative Projekte, welche nachhaltigen und ökologischen Visionen folgen und diese bereits erfolgreich umsetzen.

„Der Grund wieso ich das tue ist, ich will eine Möglichkeit finden, wie wir dies meistern können, anstatt zu sagen, wir ziehen einfach zum nächsten Ort weiter. Denn es wird keinen nächsten Ort geben.“
Perrine Hervé-Gruyer, Juristin und Permakultur-Farm Besitzerin

Die Experten des Films sind sich einig: Einerseits muss ein Umdenken in Bezug auf den Ressourcenverbrauch jedes Einzelnen geschehen. Der nächste Schritt liegt in einer Gesellschaft, die zwar global denkt und vernetzt ist, jedoch lokale Versorgung begünstigt. Lokale Märkte sollen im Kleinen funktionieren und nicht in einer Abhängigkeit weniger grosser Firmen stehen, wie dies heute der Fall ist. So würde auch nicht mehr überproduziert werden und lange Transportwege würden wegfallen. Den Schlüssel dafür nennen die Experten in der Förderung von Vielfalt. Nicht nur im Hinblick auf die Landwirtschaft, sondern auch im Finanzsektor.

„Ist es vernünftig in jeder Metrostation Videobildschirme aufzustellen, deren Energieverbrach dem von zwei Familien entspricht?“
Thierry Salomon, Ingenieur und Präsident von négaWatt

Was ist nun das spezielle an „Tomorrow“? Der Film zeigt nicht nur die schockierenden Auswirkungen des Klimawandels und der Globalisierung auf, wie es schon viele Dokumentationen vor ihm taten. „Tomorrow“ zeigt verschiedene Lösungsansätze auf, die zum Umdenken im Umgang mit den Ressourcen unserer Welt bewegen, aber auch Hoffnung schenken, dass eine Veränderung möglich ist. Zudem bietet der Film Lösungen an, die im Kleinen umgesetzt werden können, und er macht das Funktionieren eines Wandels nicht allein von wenigen einflussreichen Menschen der Politik und der Wirtschaft abhängig. Wie bei einem Puzzle wird dem Zuschauer nach und nach bewusst, dass die Lösung im Zusammenspiel verschiedener Ansätze erreicht werden kann. Doch es wird auch klar: Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die Nachhaltigkeit zulassen und begünstigen.

„Tomorrow“ läuft am Freitag, 4. August 2017 um 22:25 Uhr auf SRF 1

 

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