Bringen wir die Sache aufs Papier

Bringen wir die Sache aufs Papier

In vielen Büros und Haushalten stapeln sich Flyer, Ausdrucke und Zeitschriften und landen teilweise gar ungelesen im Abfall. Ein sorgsamer Papierverbrauch schützt Wald und Klima.

Dass es für die Herstellung von Papier Holz braucht, ist wohl den meisten bekannt. Trotzdem liegt die kritische Hinterfragung des Papierverbrauchs hierzulande nicht an der Tagesordnung. Durch das Aufforstungsgesetz kann in der Schweiz der Rückgang des Waldes vermieden werden. Trotzdem sollten sich Herr und Frau Schweizer um einen sparsamen Papierkonsum bemühen. Denn unser Papierbedarf ist hoch, und so sind es auch die ökologischen Produktionskosten, obwohl der Verbrauch ohne grössere Einbussen massiv eingeschränkt werden könnte.

Recyclingpapier ist ein Anfang

Natürlich ist die Reduktion der wirksamste Weg. Wo nicht ganzheitlich auf das faserige Schriftstück verzichtet werden kann, ist aber bereits das Wiederverwenden von Papierressourcen wegweisend. Recyclingpapiere benötigen dreimal weniger Energie und ein Siebtel des Wassers in ihrer Herstellung und sind damit um einiges umweltschonender als das Papierpendant aus erster Hand. Wenn man Dokumente nicht zur Weitergabe braucht, kann ohne Bedenken auf Frischpapier verzichtet werden. Der Weissegrad unterscheidet sich je nach Produkt und kann beliebig hoch erzeugt werden. Grundsätzlich gilt die Faustregel „Je dunkler desto ökologischer“, weil die Produktionsschritte weniger aufwändig sind. Nach heutigem Kenntnisstand muss der Nutzer von Recyclingpapier auch keine Einbussen in punkto Haltbarkeit in Kauf nehmen. Da bei der Wiederverwendung des Papiers nicht alle Rückstände aus den Druckfarben von Zeitungen und Verpackungen entfernt werden können, enthält recyceltes Papier Spuren von Mineralölen. Für den Einsatz im Büro stellen Recyclingpapiere aber keine gesundheitliche Gefahr dar.

Papier gehört gesammelt

Altpapier sollte unbedingt gesammelt werden. Wie oben erwähnt, kann Papier mehrfach verwendet werden. So wird nicht nur der Abfall vermindert, sondern das Papier kehrt als Rohstoff zurück. Eine Papierfaser kann mehrere Recyclingprozesse durchlaufen.

5-Lagige Hygiene?

Rund 10% des Papierverbrauchs in den Schweizer Haushalten entfällt auf Toiletten- und Hygienepapier. Die Herstellung von Toilettenpapier und anderen Tissueprodukten ist besonders energieaufwändig. Hier versuchen sich die Hersteller mit Anzahl Lagen und Sanftheitsgrad gegenseitig zu übertreffen. Dies heisst aber für die Produktion, dass grösstenteils Frischfasern verwendet werden müssen und besonders für die mehrlagigen Papiere unverhältnismässig viele Ressourcen verbraucht werden.

Pro Jahr verbraucht ein Deutscher circa 46 Rollen Toilettenpapier. Die Schweden benötigen etwa doppelt so viel. Der Spanier verbraucht dagegen nur halb so viel Toilettenpapier.
 

Weiterführende Informationen:
ECOPAPER: Die schweizerische Infostelle zu Papier und Ökologie
Übersicht: Papier und Karton richtig sammeln

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