Beton – bauökologisch sinnvoll?

Stabil, brandresistant und praktisch nicht wegzudenken in der Bauindustrie, obwohl ökologische Nachteile vorliegen. Stabil, brandresistant und praktisch nicht wegzudenken in der Bauindustrie, obwohl ökologische Nachteile vorliegen.

Beton, das Gemisch aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser ist schon lange ein bewährter Baustoff. Er ist zwar lange bewährt - aber ist der denn auch unproblematisch?

Stabil und brandresistent findet er in verschiedenen Formen und in diversen Bereichen der Bauindustrie Anwendung. Doch Beton hat auch entscheidende bauökologische und baubiologische Nachteile.

Die Natur bietet viel an Material, das sich für den Hausbau eignet. Seit jeher errichtet sich der Mensch aus natürlichen Materialien wie Holz, Lehm, Stein und Eis ein Dach über dem Kopf. Die wichtigsten Eigenschaften, die diese Baustoffe aufweisen müssen, sind je nach Region und Verwendung gute Isolation (Wärmedämmung oder Kühlung), Lärmdämmung, schnelle Feuchtigkeitsabgabe, Witterungsbeständigkeit etc. Diese Eigenschaften versucht der Mensch durch Mischen und Kombinieren von Materialien die Eigenschaften der Baustoffe zu verbessern.

Ein solches Gemisch ist Beton. Die besonderen Stärken von Beton liegen in einem hohen Schall- und Brandschutz sowie der Witterungsbeständigkeit. Auch lässt die freie Formbarkeit des Betons eine enorme Gestaltungsvielfalt zu. Ein grosser Nachteil aber liegt in seiner langsamen Feuchtigkeitsabgabe und der schlechten Dampfdiffusion. Weil der Zement hygroskopisch (wasseranziehend) ist, nimmt die Feuchtigkeit Beton zwar schnell auf, gibt sie aber nur schwer wieder ab. Dadurch wird die Wand feucht, das Raumklima aber nicht reguliert, was zu einem unangenehmen „Bunkerklima" führt. Zusätzlich können Tau-Frost-Wechsel zur Zerstörung des Betons führen.

Eine weitere baubiologische Problematik des Betons sind Zusätze wie Zement und Fliessmittel, die als Allergene wirken können, da sie noch jahrelang nach Bauschluss ausdünsten. Auch die Raumakustik ist bei Betonbauten nicht sehr angenehm, da die harte Oberfläche stark schallreflektierend wirkt.

Aus ökologischer Sicht schneidet Beton nicht gut ab. Vor allem die Herstellung des Zements (Zerkleinerung der Rohstoffe und Verarbeitung im Ofen) benötigt enorm viel Energie und verursacht hohe CO2-Emissionen. Diese dürfte bei der Zementproduktion heute bei gegen 1 Mia. Tonnen CO2 betragen. Zum Vergleich: Die weltweite CO2-Emission lag 2007 bei 31 Mia. Tonnen. Der Anteil der Zementproduktion ist also nicht unerheblich.

Trotz aller Nachteile ist Beton bei vielen Bauten unverzichtbar. So müssen erdberührte Kellerwände und Bodenplatten aus Beton erstellt werden, um dauerhafte Beständigkeit zu garantieren.

Zusammenfassend gilt: Aus baubiologischer und bauökologischer Sicht sollte Beton nicht Hauptbaustoff für Wohngebäude verwendet werden. Für Raumklima und Luftqualität sind Backsteinwände, Lehmbauteile oder auch Holz viel besser geeignet und haben dazu noch eine bessere Ökobilanz. Beton hat dennoch nützliche Eigenschaften und gegen einen gezielten Einsatz dieses Baustoffs an Orten, wo es zurzeit keine besseren Lösungen gibt, ist grundsätzlich nichts einzuwenden.

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Beton, das Gemisch aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser ist schon lange ein bewährter Baustoff. Stabil und brandresistent findet er in verschiedenen Formen und in diversen Bereichen der Bauindustrie Anwendung. Doch Beton hat auch entscheidende bauökologische und –biologische Nachteile.

 

Die Natur bietet viel an Material, das sich für den Häuserbau eignet. Seit jeher baut sich der Mensch aus natürlichen Materialien wie Holz, Lehm, Stein und Eis ein Dach über dem Kopf. Die wichtigsten Eigenschaften, die diese Baustoffe aufweisen müssen sind je nach Region und Verwendung gute Isolation (Wärmedämmung oder Kühlung), Lärmdämmung, schnelle Feuchtigkeitsabgabe, Witterungsbeständigkeit etc. Diese Eigenschaften versuchte der Mensch durch Mischen und Kombinieren von Materialien die Eigenschaften der Baustoffe zu verbessern.

 

Ein solches Gemisch ist Beton. Die besonderen Stärken von Beton liegen in einem hohen Schall- und Brandschutz sowie der Witterungsbeständigkeit. Auch lässt die freie Formbarkeit des Betons eine enorme Gestaltungsvielfalt zu. Ein grosser Nachteil aber liegt in seiner langsamen Feuchtigkeitsabgabe und die schlechte Dampfdiffusion. Weil der Zement hygroskopisch (wasseranziehend) ist, nimmt die Feuchtigkeit Beton zwar schnell auf, gibt sie aber nur schwer wieder ab. Dadurch wird die Wand feucht, das Raumklima aber nicht reguliert, was zu einem unangenehmen „Bunkerklima“ führt. Zusätzlich können Tau-Frost-Wechsel zur Zerstörung des Betons führen.

 

Eine weitere baubiologische Problematik des Betons sind die Zusätze wie Zement und Fliessmittel, die als Allergene wirken können, da sie noch jahrelang nach Bauschluss ausdünsten. Auch die Raumakustik ist bei Betonbauten nicht sehr unangenehm, da die harte Oberfläche stark schallreflektierend wirkt.

 

Aus ökologischer Sicht schneidet Beton ebenfalls nicht gut ab. Vor allem die Herstellung des Zements (Zerkleinerung der Rohstoffe und Verarbeitung im Ofen) benötigt enorm viel Energie und verursacht hohe CO2 Emissionen. Die gesamte CO2 Emission bei der Zementproduktion dürfte heute bei gegen 1 Mia. Tonnen CO2 liegen. Zum Vergleich: Die weltweite CO2 Emission lag 2007 bei 31 Mia. Tonnen! Der Anteil der Zementproduktion ist also nicht unerheblich.

 

Trotz aller Nachteile ist Beton bei vielen Bauten unverzichtbar. So müssen erdberührte Kellerwände und Bodenplatten aus Beton erstellt werden um dauerhafte Beständigkeit zu garantieren.

 

Zusammenfassend gilt: Aus Baubiologischer und –ökologischer Sicht sollte Beton nicht Hauptbaustoff für Wohngebäude verwendet werden. Für Raumklima und Luftqualität sind Backsteinwände, Lehmbauteile oder auch Holz viel besser geeignet und haben dazu noch eine bessere Ökobilanz. Aber Beton hat durchaus seine nützlichen Eigenschaften und gegen gezielten Einsatz, dieses Baustoffs an Orten, wo es keine besseren Lösungen gibt, ist grundsätzlich nichts einzuwenden.  

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