Tag der Erfinder: Können wir eine bessere Welt erfinden?

07 Nov 2012
Ein Beispiel einer Erfindung: Trinkwasseraufbereitung durch den SODIS Bag. Ein Beispiel einer Erfindung: Trinkwasseraufbereitung durch den SODIS Bag.

Seit dem Jahr 2005 wird in Europa am 9. November der Tag der Erfinder gefeiert. Dabei sollen wir uns an grosse Erfinder, die unser Leben verändert haben, erinnern, uns der Wichtigkeit zeitgenössischer Erfindungen bewusst werden und dazu angeregt werden, selbst kreativ die Zukunft mitzugestalten.

Im Verlaufe der Geschichte haben uns zahlreiche geniale Erfindungen das Leben einfacher gemacht. Von der Glühbirne über die Dampfmaschine bis zum Computer und dem Smartphone: die technologische Entwicklung schreitet immer weiter und schneller fort und führt unaufhörlich zu neuem Komfort und Luxus. Doch auch im Bereich von Nachhaltigkeit und Ökologie sind kreative Erfindungen und neue Technologien gegenwärtig sehr gefragt. Um die Folgen unseres verschwenderischen Umgangs mit Ressourcen einzuschränken, werden beispielsweise neue Recycling-Methoden, nachhaltige Stromproduktion und ökologische Materialien immer wichtiger. Auch im Kampf gegen Hunger und Armut wird vermehrt auf Innovation gesetzt.

"Die Welt, die wir geschaffen haben, ist das Resultat einer überholten Denkweise. Die Probleme, die sich daraus ergeben, können nicht mit der gleichen Denkweise gelöst werden, durch die sie entstanden sind."

Albert Einstein


Beispielsweise gilt das SODIS-Prinzip (vgl. Abbildung) als einfache und kostengünstige Möglichkeit, um die Trinkwasserqualität in Entwicklungsländern zu verbessern und so die Verbreitung von Krankheitserregern zu verringern. Dabei wird das Wasser in Trinkflaschen oder anderen Plastikbehältern solange an die Sonne gelegt, bis die UV-Strahlen die Erreger abtöten und das natürlich desinfizierte Wasser kein Gesundheitsrisiko mehr mit sich bringt.

Die deutsche Tecnaor GmbH hat das sogenannte Arboform erfunden: ein plastikähnlicher Stoff, der überwiegend aus Papier- und Holzreststoffen besteht, und somit aus erneuerbarem, organisch abbaubarem Material. Der Werkstoff lässt sich wie herkömmliches Plastik verarbeiten und ist, nach einem schwierigen Start, mittlerweile international gefragt.

Nennenswert sind auch neue Recycling-Methoden, wie zum Beispiel das direkte Rezirkulieren von Papierprodukten, bei dem das Altpapier direkt weiterverwendet und nur durch Stanzen, Falten und Kleben bearbeitet wird. So wird viel weniger Energie verbraucht als beim herkömmlichen Papierrecycling, welches zudem auf Bleich- und Bindemittel angewiesen ist.

Der Grosskonzern Sony zeigt sich ebenfalls zukunftsorientiert und stellte kürzlich eine neue „Bio Battery“ vor, die wie eine organische Zelle funktioniert und durch die Verarbeitung von Kohlenhydraten Energie produziert. Die Macher inspirierten sich dabei am natürlichen Prozess der Photosynthese. Ein marktreifes Modell der organisch abbaubaren Batterie ist jedoch noch Zukunftsmusik.

Dies sind nur einige Beispiele aus einer Vielzahl moderner Erfindungen, die zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz beitragen können.
Dennoch sollten wir bedenken, dass Technologie und Innovation allein die Umweltprobleme von heute nicht lösen können. Ein ökologisches Umdenken und eine Änderung unserer Konsumgewohnheiten sind, neben neuen Technologien, für eine nachhaltige Zukunft unumgänglich.

Wie Albert Einstein schon sagte: „Die Welt, die wir geschaffen haben, ist das Resultat einer überholten Denkweise. Die Probleme, die sich daraus ergeben, können nicht mit der gleichen Denkweise gelöst werden, durch die sie entstanden sind.“

 

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