China - Jagd auf bedrohte Eisbären

07 Mär 2012

In der Arktis leben nur noch rund 25'000 Eisbären. Ihr Bestand ist aufgrund der schmelzenden Poleismassen bedroht und akut gefährdet. Trotz dieser Tatsache bietet eine chinesische Firma geführte Jagd-Touren auf das vom Aussterben bedrohte Tier an. 

 Die vom Kalifornier Scott Lupien gegründete Pekinger Firma „I Love Hunting" bietet für 70'000 CHF luxuriöse Touren ins nordkanadische Eis an, auf denen die Hobby-Jäger aus sicherer Distanz Eisbärenmännchen erlegen und deren Fell mit nach Hause nehmen können. «Viele Chinesen kaufen sich für viel Geld ins Land geschmuggelte Felle. Selbst einen zu jagen, ist daher eine attraktive Alternative», so Lupien.

Wenn das Eis schmilzt, wie viele sagen, sterben die Bären ja sowieso.

Scott Lupien, Gründer von "I Love Hunting"

Dass die Tiere wegen der globalen Erwärmung vom Aussterben bedroht sind, macht ihm keine Probleme: «Das Jagen nach Quote hilft gefährdeten Arten. Wenn ein Eisbärmännchen auf ein Weibchen mit Jungen trifft, greift er diese an. So helfen wir den Kleinen zu überleben.», und weiter: «Wenn das Eis schmilzt, wie viele sagen, sterben die Bären ja sowieso.»

 Man braucht nicht Experte zu sein, um zu erkennen, dass es dieser Firma weder um den Artenschutz, noch um den Schutz der Jungtiere, sondern nur ums Geschäft geht. Besorgniserregend sind zudem die Aussagen von Lupien. Offensichtlich fehlt es ihm an jeglichem ethischen Bewusstsein. Es stellt sich aber auch die Frage warum Kanada und andere Länder die Trophäenjagd auf bedrohte Tiere immer noch erlauben. Einmal mehr zeigt sich, was die Geldgier anrichtet und wie skrupellos und die Schöpfung verachtend gewisse Zeitgenossen ihr Unwesen treiben.

 

 

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