Massensterben vor Peru

05 Apr 2012

Seit Jahresanfang 2012 sind an den Küsten Perus tausende Delfine verendet. Experten vermuten, dass die Tiere durch Unterwasserlärm in den Tod getrieben wurden. Ölkonzerne suchen in der Region nach Öl und setzen dabei auch Sonare ein. 

 Nach dem bekannt wurde, dass durch die Ölkatastrophe von Deepwater Horizon im April 2010 das Ökosystem im Golf von Mexiko stärker aktiv geschädigt wird als bisher angenommen, bahnt sich im Peruanischen Pazifik bereits das nächste Unglück an, das die Folgen des Ölbooms einmal mehr verdeutlicht. Das Ausmass nimmt jedoch neue Formen an: noch nie und nirgendwo landeten tote Meeressäuger in so gewaltiger Zahl, wie derzeit in Peru.

Peruanische Medien sprechen von 3000 toten Meeressäugern seit Jahresbeginn. Die Organisation BlueVoice, die sich für den Schutz der Tiere einsetzt, berichtet auf ihrer Web-Seite von 615 gestrandeten Delfinen, die die Naturschützer an nur einem Tag auf einer Strecke von 135 Kilometern gesehen hätten.

Tierarzt Carlos Yaipén-Llanos von der Schutzorganisation Orca sagte der Zeitung "Peru21", dass Unterwasserlärm zum Tod der Tiere geführt habe. In der Region suchen Firmen nach Ölvorkommen unter dem Meeresboden, wobei auch Sonarlotung eingesetzt wird. Dieses Verfahren steht schon lange im Verdacht, die Meeressäuger zu stören und insbesondere ihren Orientierungssinn zu beeinträchtigen.

Kommentar schreiben

Die Kommentare werden vor dem Aufschalten von unseren Administratoren geprüft. Es kann deshalb zu Verzögerungen kommen. Die Aufschaltung kann nach nachstehenden Kriterien auch verweigert werden:

Ehrverletzung/Beleidigung: Um einen angenehmen, sachlichen und fairen Umgang miteinander zu gewährleisten, publizieren wir keine Beiträge, die sich im Ton vergreifen. Dazu gehören die Verwendung von polemischen und beleidigenden Ausdrücken ebenso wie persönliche Angriffe auf andere Diskussionsteilnehmer.

Rassismus/Sexismus: Es ist nicht erlaubt, Inhalte zu verbreiten, die unter die Schweizerische Rassismusstrafnorm fallen und Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Kultur oder Geschlecht herabsetzen oder zu Hass aufrufen. Diskriminierende Äusserungen werden nicht publiziert.
Verleumdung: Wir dulden keine Verleumdungen gegen einzelne Personen oder Unternehmen.

Vulgarität: Wir publizieren keine Kommentare, die Fluchwörter enthalten oder vulgär sind.

Werbung: Eigenwerbung, Reklame für kommerzielle Produkte oder politische Propaganda haben keinen Platz in Onlinekommentaren.

Logo von umweltnetz-schweiz

umweltnetz-schweiz.ch

Forum für umweltbewusste Menschen

Informationen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Das wirkungsvolle Umweltportal.

Redaktion

Stiftung Umweltinformation Schweiz
Eichwaldstrasse 35
6005 Luzern
Telefon 041 240 57 57
E-Mail redaktion@umweltnetz-schweiz.ch

Social Media

×

Newsletter Anmeldung

Bleiben Sie auf dem neusten Stand und melden Sie sich bei unserem Newsletter an.