Tag der Erde 2021 — Eine Chance, die Welt zu retten

Die Genesung unserer Erde liegt in unserer Hand! Die Genesung unserer Erde liegt in unserer Hand!

Am 22. April wird der Earth Day begangen. Ein Tag, an dem wir die Natur und Umwelt würdigen — und eine gute Gelegenheit, den Umweltschutz noch einmal verstärkt in den Alltag zu integrieren.

Zum 51. Mal findet er schon statt, der Tag der Erde. Jährlich am 22. April geht es bei diesem internationalen Aktionstag darum, ein Bewusstsein für einen umweltbewussten und nachhaltigen Lebensstil zu schaffen und für Umweltprobleme zu sensibilisieren. Dieses Jahr steht der Earth Day international unter dem Motto „Restore our Earth“ („Stellt unsere Erde wieder her!“). Über die nächsten drei Tage veranstaltet das Earth-Day-Netzwerk Online-Veranstaltungen und Kampagnen, an denen alle auch von zu Hause aus teilnehmen können. Im Fokus stehen dabei fünf Projekte.


Wiederaufforstung unserer Wälder

Wälder bieten Nahrung und Lebensräume und sind unsere mächtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel, denn sie binden CO2. Doch wir verlieren derzeit Wälder in einem schwindelerregenden Tempo: Laut Experten gehen weltweit jede Minute Waldflächen verloren, die etwa 27 Fussballfeldern entsprechen.
Das Canopy Project will diesem Trend entgegenwirken und setzt sich für die Wiederaufforstung von besonders stark gefährdeten Waldgebieten ein. Derzeit konzentrieren sich die Wiederaufforstungsbemühungen auf die Mount Elgon-Region in Uganda, die Ausläufer des Himalaya in Indien, die Wälder in der Nähe von Sierra Gorda in Mexiko und ein kürzlich gestartetes Projekt in Madagaskar. Für nur einen US-Dollar Unterstützung wird dort jeweils ein Baum gepflanzt.
Im Alltag könne wir aber schon viel bewegen, indem wir bewusster konsumieren und sparsam mit Holz- und Papierprodukten umgehen, Recyclingpapier nutzen und beim Kauf von Holzprodukten auf das FSC-Gütesiegel achten.


Klimabewusst ernähren

Mithilfe des Projekts Foodprints For the Future kann man die Umweltauswirkungen, die mit dem eigenen Nahrungsmittelkonsum verbunden sind, ermitteln. Auf der Webseite findet man zudem zahlreiche Informationen und Fakten über die Nahrungsmittelproduktion sowie Rezepte und Tipps, wie man den eigenen ökologischen Fussabdruck über die Ernährung minimieren kann.
Besonders die Reduktion des Fleischkonsums kann die negativen Umweltauswirkungen unserer Ernährung massiv reduzieren, denn in der Viehhaltung entstehen Treibhausgasemissionen wie Methan und Lachgas. Zudem kommt es zu einer starken Überdüngung des Bodens durch übermässige Einträge von Stickstoff und Phosphor. Als Futtermittel für Geflügel und Schweine wird ausserdem Soja angebaut, was hauptsächlich auf Kosten tropischer Regenwälder geht.


Aufräumen und dabei frische Luft schnappen

Die Aktion The Great Global Cleanup („Grosses Globales Aufräumen“) soll weltweit Personen dazu animieren, im eigenen Umfeld Aufräum- und Säuberungsaktionen zu veranstalten.
Das geht auch in ganz kleinem Rahmen: Beim nächsten Spaziergang einfach Zigarettenstummel, PET-Flaschen, Aludosen oder Plastikverpackungen aufheben und entsorgen. Auch zu Hause können wir jederzeit viel zur Säuberung unseres Planeten beitragen, indem wir beim Einkauf Plastikverpackungen und Einwegartikel — beispielsweise Plastikbesteck oder -becher — vermeiden.


Einsatz für mehr Klima- und Umweltbildung

Umweltbildung ist ein wichtiges Thema, denn wenn Kinder bereits jung den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen erlernen, ist die Chance gross, dass sie dieses Wissen ins Erwachsenenalter mitnehmen. Das Projekt Climate and Environmental Literacy („Klima- und Umweltbildung“) setzt sich deshalb seit dem vergangenen Jahr weltweit für eine hochwertige Bildung im Bereich der Umwelt ein.


Earth Challenge 2021: Rettet die Bienen!

Auch dieses Jahr findet wieder die Global Earth Challenge statt. Die von den Organisatoren des Earth Days entwickelte App Earth Challenge lädt zum Mitmachen ein. Die Earth Challenge soll die weltweit grösste koordinierte zivile Wissenschafts-Kampagne werden. Die mobile Anwendung “Earth Challenge” unterstützt dabei Freiwillige auf der ganzen Welt, um Bedrohungen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit in den eigenen Gemeinden zu überwachen und zu mindern. Ausserdem bietet die Earth Challenge-Plattform neben frei zugänglichen Datenanalyse- und Visualisierungstools auch Bildungs- und Aktionsmaterialien. Dieses Jahr stehen diese unter dem Titel „Bee Campaign“ („Bienen-Kampagne“) und werfen ein Schlaglicht auf Insektenpopulationen weltweit. Wir können hier bei geringem Aufwand mithelfen, wertvolle Daten über Bienen und andere Insektenpopulationen zu sammeln oder Forschungen zur Luftqualität, zur Belastung der Umwelt mit Kunststoffen sowie zur Ernährungssicherheit unterstützen.


Im Alltag mit anpacken

Auch wenn der Earth Day vorbei ist, bieten sich weiterhin viele Gelegenheiten, die Welt durch ganz einfache und alltägliche Handlungen zu verbessern. Zum 51. Gedenktag stellt die offizielle Homepage der Earth Day deshalb 51 Tipps und Aktionen vor, die wir problemlos in den Alltag einbauen können, um der Umwelt etwas Gutes zu tun. Warum also nicht am symbolischen Tag der Erde damit anfangen?


Quellen und weitere Informationen:
Earth Day 2021
Umweltnetz-Schweiz: Klimafreundliche Küche
Umweltnetz-Schweiz: Zu viel des Guten — Schweizer Böden massiv überdüngt

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