Ratgeber: Umweltverträglich der Eisglätte vorbeugen

13 Jan 2022
Das Streusalz reichert sich im Boden an und fügt Pflanzen und Bodenorganismen langfristig Schäden zu Das Streusalz reichert sich im Boden an und fügt Pflanzen und Bodenorganismen langfristig Schäden zu

Auftausalz streuen statt Schnee schippen — das klingt erst einmal verlockend. Für die Umwelt und unsere liebsten Vierbeiner birgt dies aber schädliche Folgen.

Es ist wieder soweit. Die Jahreszeit, in der sich der Weg vor dem Haus immer wieder mal in eine Eisbahn verwandelt, ist da. Wenn man sich auch an diesen Tagen zu Fuss oder mit dem Fahrrad aus dem Haus wagt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man sich früher oder später auf dem Allerwertesten wiederfindet. Da wird lieber grosszügig gesalzen.

Was uns vor Unfällen schützt, birgt eine Gefahr für unsere Pflanzen. Das Streusalz gelangt in den Boden, wodurch wichtige Nährstoffe übermässig ausgewaschen werden. Die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser durch die Pflanzen wird dadurch erschwert. Eine weitere Art, wie die Pflanzen geschädigt werden, sind sogenannte Kontaktschäden. Diese werden durch Spritzwasser von vorbeifahrenden Autos verursacht und können zu Verätzungen der Pflanze führen. Aus diesen Gründen ist etwa in Deutschland das Ausbringen von Streusalz in vielen Gemeinden verboten.

Nicht nur die Pflanzen mögen die salzigen Strassen nicht. Auch unsere Vierbeiner können durch Streusalz gefährdet werden. Die Hornhaut ihrer Pfoten reagieren sensibel auf das Salz, was zu einer Entzündung führen kann. Lecken die Tiere dann ihre Pfoten, gelangt das Salz in den Magen, wodurch weitere Komplikationen entstehen können. 


Diese Alternativen gibt es

Alternativ zu Streusalz können Sie sogenannte Streumittel wie Sand, Kies oder Asche einsetzen. Diese erhöhen die Griffigkeit des Bodens. Häufig eingesetzt werden Kiessplitter. Diese haben allerdings den Nachteil, dass Sie die Kanalisationen verstopfen können. Sand wäre daher eine bessere Alternative. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es sich um grobkörnigen Sand handelt, da dieser eine bessere Rutschsicherheit bietet. Der Nachteil von Sand liegt darin, dass es in Kombination mit Schnee zur Bildung von Schlamm kommt. Bei der Asche muss berücksichtigt werden, dass sie einen hohen pH-Wert aufweist und dadurch ebenfalls negative Auswirkungen auf Pflanzen haben kann. Ausserdem muss Asche oft nachgestreut werden. Die teilweise empfohlenen Holzspäne sind hingegen nicht geeignet, da sie rutschig werden können, wenn sie sich mit Flüssigkeit vollsaugen.

Streumittel können Ende des Winters wieder eingesammelt werden. Die Wahl des Streuguts ist dabei umgebungs- und situationsabhängig. Wenn Sie auf den Einsatz von Streusalz verzichten, schützen Sie damit nicht nur Ihre Pflanzen. Auch Ihre Katze oder Ihr Hund wird es Ihnen danken.

 

Quellen und weitere Informationen:
Umweltbundesamt: Streumittel und Streusalz
GEO: Die besten Alternativen zu Streusalz
eawag: Faktenblatt Streusalz

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