Neuseeland: Frachter „Rena“ bricht entzwei

Im Oktober 2011 lief der Frachter „Rena“ vor der Küste Tauranga in Neuseeland auf ein Riff. 360 Tonnen Schweröl liefen ins Meer. Nachdem das Schiff von Stürmen schwer beschädigt wurde, brach es nun auseinander. 300 Container gingen über Board. Es wird eine zweite Ölpest befürchtet. 

Sechs Meter hohe Wellen brachten das Schiff, drei Monate nach dem es vor Neuseeland gestrandet war, zum Auseinanderbersten. Der Bug des 47'000 Tonnen-Schiffes sitzt immer noch auf dem Riff fest. Das Heck aber wurde durch die Kraft der Wellen 30 Meter fortgerissen. 
Obwohl das Öl im Schiff weitgehend abgepumpt wurde, sind immer noch 385 Tonnen an Bord. In den Containern, die ins Wasser fielen, waren Bauholz, Milchpulver und offensichtlich auch Chemikalien. Zurzeit sind noch rund 900 Container auf dem Schiff. Es sieht so aus, als würden sie früher oder später ins Wasser fallen. Einige liegen bereits auf dem Meeresgrund. 

Zurzeit gibt es offenbar keinen grösseren Austritt von Öl, aber in dem derzeit brüchigen Zustand der "Rena" ist das demnächst wahrscheinlich


Es stellt sich dabei für die Verantwortlichen heikle Fragen. Haben die drei Monate nicht gereicht, um das Wrack von den Containern zu entlasten? Weshalb wurden sie in dieser langen Zeit nicht auf ein anderes Schiff umgeladen? Technische Möglichkeiten dazu hätte es bestimmt gegeben… oder glaubte man, den Fall aussitzen zu können in der Hoffnung, dass sich die Probleme von selbst lösen würden? 

«Zurzeit gibt es offenbar keinen grösseren Austritt von Öl, aber in dem derzeit brüchigen Zustand der "Rena" ist das demnächst wahrscheinlich», sagte ein Einsatzleiter am Astrolabe-Reef, Alex Wijngaarden. Aus Sicherheitsgründen wurden Ölbekämpfungsteams aktiviert. Sie sollen eine erneute Ölverschmutzung von Tieren und Pflanzen an den Küsten abwenden. 

Über 2'000 Seevögel sind durch die Katastrophe vor der Küste Neuseelands bisher ölverschmutzt verendet. Das „Rena“-Unglück ist die folgenschwerste Umweltkatastrophe, die Neuseeland bislang erlebte. Der Umgang damit ist für sich eine eigene Katastrophe.

 

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