Kunststoff im Nahrungskreislauf - Meeresverschmutzung durch Abfall Teil 3

10 Mai 2012
Durch den Verzehr von Meerestieren gelangen Kunstoffpartikel auch zum Menschen. Durch den Verzehr von Meerestieren gelangen Kunstoffpartikel auch zum Menschen.

Die Problematik „Müll im Meer" stellt nicht nur eine Gefahr für Meer und Tiere dar, sondern betrifft zu guter Letzt auch deren Auslöser, den Menschen. Durch die Aufnahme von Plastik in Plankton schleicht sich das nicht unbedenkliche Produkt mit längerfristig fatalen Folgen in den Nahrungskreislauf ein.

 Plastik ist das vielseitige Wunder der 50er Jahre und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Unmengen von Kunststoffen werden jährlich produziert und landen fälschlicherweise grösstenteils im Meer. Ein Vorteil des Plastiks, seine Langlebigkeit von bis zu 450 Jahren, wird so zu einem bedenklichen Nachteil. Der Abfall zersetzt sich nicht, sondern zerkleinert sich durch Abtragung immer mehr bis er nur noch als Pulverform oder Mikroplastik vorhanden ist und im Meer schwimmt. So gelangt er über Fische und Plankton in den Nahrungskreislauf.

Über die Gefahr von Plastik wird nur selten berichtet, da viele der chemischen Substanzen bis anhin noch nicht grundlegend untersucht worden sind. Von über 100'000 Stoffen sind erst 60 abgearbeitet worden.

Schadstoffe, zum Beispiel die Weichmacher Phthalate, nehmen wir über die Nahrung, Atmung und teilweise über die Haut auf und können in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen. Zudem stehen PVC beispielsweise unter dringendem Verdacht krebserregend zu sein. Zahlreiche alltägliche Gegenstände enthalten Bisphenol A, bei welchem eine östrogenartige Wirkung nachgewiesen wurde.

Plastik hat zudem die Eigenschaft, im Wasser treibende Schadstoffe besser aufnehmen zu können. Dazu gehören die wasserunlöslichen Umweltgifte DDT (Insektizide) und PCBs (chemische Chlorverbindungen), welche ebenfalls eine hormonelle Wirkung haben und als krebserregend gelten. Bei der bedenklichsten Ansammlung von Abfall im Pazifik, dem „Great Pacific Garbage Patch", wurde eine sehr viel höhere Konzentration an diesen toxischen Substanzen gemessen als im umgebenden Wasser. Aufgrund der Fettlöslichkeit von DDT gelangt das Gift über das Gewebe von Fischen zum Mensch.

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