Überdüngung in der Landwirtschaft

20 Jan 2012

In der Schweizer Landwirtschaft wird zu viel Stickstoffdünger eingesetzt. Einerseits beeinträchtigt der zu hohe Einsatz die Umwelt, andererseits leiden auch die Menschen darunter und die Artenvielfalt nimmt ab, was sich letztlich auch auf die volkswirtschaftlichen Kosten auswirkt.

Weltweit werden die Felder mit immer mehr Stickstoff gedüngt. Dabei wird nur ein kleiner Teil des Stickstoffs in Düngemittel von Kulturpflanzen aufgenommen. Der grösste Teil aber gelangt in die Umwelt.

Welches sind die Gründe für die übermässige Düngung? Durch den Bevölkerungswachstum wird der Bedarf an Nahrungsmittel grösser. Um die Erzeugnisse für Gemüse, Früchte und Getreide zu steigern, wird mehr Dünger eingesetzt. Eine noch viel schneller wachsende Nachfrage ist für das Fleisch zu erkennen. Der Bedarf an Futtermittel für die Fleischerzeugung verhält sich aber exponentiell zum effektiven Fleischertrag. Für die Herstellung des dafür eingesetzten Kraftfutters mit hohem Proteingehalt, verwendet man riesige Mengen Getreide und andere Futterpflanzen, welche in der Regel massiv gedüngt werden.

 

Auswirkungen

Experten sind sich einig: Neben dem Verkehr und der Industrie hat in den letzten Jahrzehnten die Landwirtschaft dazu beigetragen, dass die Konzentrationen von reaktiven Formen von Stickstoff in der Luft und in Gewässern eine problematische Höhe erreicht haben. Diese Stickstoffverbindungen beeinflussen das Klima, tragen zu einer Erhöhung von gesundheitsschädlichen Stoffen wie Ozon und Feinstaub bei. Zusätzlich werden Gewässer und empfindliche Ökosysteme überdüngt – die Artenvielfalt ist bedroht.

 

Handeln

Jeder kann durch sein Verhalten etwas gegen diese Misere unternehmen. So hat z.B. eine kleine Reduktion des eigenen Fleischkonsums nicht nur Auswirkungen auf unsere Umwelt, sondern auch auf unsere Gesundheit, und nicht zuletzt auf den Geldbeutel.

Aber auch neue Technologien sind gefragt. Bereits einige Kantone unterstützen Bauern, die die Gülle nicht mehr versprühen, sondern mit den Schleppschläuchen nahe am Boden ausbringen. Mit diesem System kann die Jauche gezielt und richtig dosiert ausgetragen werden, ohne dass der Stickstoff in Form von Ammoniak zu grossen Teilen in die Luft gelangt.

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