Am 18. September 2021 versammelten sich rund um den Globus über 20 Millionen Helferinnen und Helfern, um unsere Erde von Littering zu befreien.

 124 000 Kleider, elektrische Geräte, Bücher, CDs und andere Artikel landen aus einem der grössten Lagerhäuser von Amazon wöchentlich auf der Deponie.

Die Radiobranche hat sich auf einen Wechsel von UKW auf DAB geeinigt. Ab 2023 soll die UKW-Ära ein Ende nehmen. Die SRG wird ihre UKW-Sender im August 2022 abschalten und die Privatradios beenden die Ära schliesslich im Januar 2023.

Fakt: Food Waste verursacht allein hierzulande 4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente jährlich. Würden keine für den menschlichen Konsum produzierten Lebensmittel im Müll landen, hätte das den gleichen klimawirksamen Effekt wie die Einsparung von 1-2 Millionen Autos (39% der Flotte in der Schweiz). Die gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz beliefen sich im Jahr 2018 auf 46,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Dementsprechend hat der Food Waste einen Anteil von 8,6% der gesamten Treibhausgasemissionen, die von uns Schweizern in die Atmosphäre geblasen werden! Gerade angesichts der neusten Einschätzung des BAFU, dass die Schweiz ihr nationales Klimaziel für 2020 von minus 20 Prozent Treibhausgasausstoss gegenüber 1990 gesamthaft verfehlen wird, bleibt es ein wichtiger Punkt, CO2-Emissionen zu verringern!

Lebensmittelabfälle entstehen auf allen Stufen der Lebensmittelproduktion: In der Landwirtschaft (z.B. durch Aussortierung von unförmigen Früchten), in der Verarbeitung (z.B. durch ungenutzte Nebenprodukte wie Innereien), im Grosshandel (z.B. durch Lagerungsverluste), in der Gastronomie (z.B. durch zu grosse Portionen und Buffetüberschüsse) und im Detailhandel (z.B. durch abgelaufene Produkte), überwiegend aber im privaten Haushalt (z.B. durch Essensreste oder dem letzten Schluck in der Flasche). Je weiter hinten in der Lebensmittelkette vom Feld bis zum Teller die Lebensmittelverluste anfallen, desto mehr belasten sie das Klima. So produzieren die 3,7 Millionen Haushalte allein 1,6 Millionen Tonnen und die Gastronomie 0,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Allein die Hälfte der negativen Klimaeffekte von Food Waste könnten wir einsparen, indem wir die Verschwendung in Haushalten und Gastronomie stoppen! 


Folgerung: Wir Konsumenten machen den Unterschied! Durch gezielten Einkauf, bewussten Konsum und konstruktives Feedback können wir über unser Verhalten auf allen Ebenen Lebensmittelabfälle vermeiden. Wenn alle 8 Millionen Einwohner der Schweiz auch unförmigem Obst und Gemüse, Brot vom Vortag oder den weniger edlen Fleischstücken eine Chance geben; im Restaurant kleinere Portionen bestellen und Essensreste einpacken lassen; regionale Produkte mit kurzen Transportwegen der Importware vorziehen und saisonal einkaufen, um Lagerverluste zu vermeiden, können wir substantiell viele Treibhausgasemissionen einsparen! 

 

Quellen und weitere Informationen:
BAFU: Lebensmittelabfälle
BAFU: Schweizer Treibhausgasemissionen 2018
Foodwaste.ch: Was ist Food Waste?

Alle Klimabausteine

Weltweit fällt jährlich immer mehr Elektroschrott an. Trotz internationaler Bemühungen ist deren Entsorgung und Wiederverwertung ein fortgesetztes Problem.

Fakt:

Eine fachgerechte Entsorgung und Mülltrennung nehmen in der Schweiz einen hohen Stellenwert ein. Doch nicht in allen Gebieten sind wir Spitzenreiter. Was bei der Entsorgung von Öl beachtet werden muss, möchten wir hier hervorheben. Jeder Tropfen Öl verursacht in der Kanalisation grosse Probleme und verschmutzt das Trinkwasser. Öl muss separat gesammelt werden, damit so viel wie nur möglich zurück in den Rohstoffkreislauf geführt werden kann. Laut drei verschiedenen Quellen kann 1 Liter Öl bis zu 1 Million Liter Grundwasser verunreinigen. Die Konsequenzen einer nicht vorschriftgemässen Entsorgung tragen Umwelt, Ökosysteme und Tiere.

Folgerung:

Achten Sie darauf, ihr Öl korrekt zu entsorgen. Das Schütten in den Abfluss oder in die Toilette ist tabu. Die Entsorgung ist kostenlos. In den meisten Fällen werden Motoren- und Speiseöle an kommunalen Sammelstellen angenommen.

Separatsammlung Öle
- Frittier- und Speiseöle
- kosmetische Öle, zum Beispiel Massageöl
- Motoren-, Getriebe- und Schmieröl

In den Kehricht
- Speiseölgemische wie Salatsaucen (am besten in einem gut verschlossenen Kunststoffbehälter)
- festes Bratfett

Quellen und weitere Informationen:
Swissrecycling: Öl
Infrastruktur Männerdorf: Fette und Öle gehören nicht ins Abwasser
Bussgeldkatalog: Umwelt - Altöl entsorgen
Lexikon: Oelverschmutzung

Alle Klimabausteine

Ein wurmige Angelegenheit: So können Sie ihre organischen Abfälle zu Hause, im Büro oder in der Schule in nährstoffreichen Dünger verwandeln.

Plötzlich saubere Strassen, Parks leer von Zigarettenstummeln und die PET-Flaschen im Abfall statt auf dem Boden. In der Schweiz wurde aufgeräumt, und das mit einer unerwarteten Einsatzbereitschaft und Energie. 

Was schätzen sie: Wie stark vermüllt ist unsere Autobahn? Wie lange dauert es bis sich auf einem Strassenkilometer eine Tonne Müll ansammelt?

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