Expo - Den Planeten ernähren, Energie für das Leben

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Die dem Thema „Den Planeten ernähren, Energie für das Leben" gewidmete Weltausstellung in Mailand, die von Anfang Mai bis Ende Oktober dauerte, ist Geschichte. 145 Länder und verschiedene internationale Organisationen gestalteten ein breites Diskussionsforum, das von 21 Millionen Menschen besucht wurde.

Auf 200 ha Ausstellungsfläche auf einem über 1 Mio. m2 grossen ehemaligen Industriegebiet sollten Technologie, Innovation, Kultur, Tradition und Kreativität mit den Themen Ernährung und Essen verbunden und angesichts neuer globaler Szenarien und aktueller Probleme der Schwerpunkt auf dem Recht aller Menschen auf gesunde und ausreichende Ernährung gelegt werden.

Damit rückte die Ernährung in unserer globalisierten Welt in den Mittelpunkt der Weltausstellung Expo 2015. Massnahmen zur Bekämpfung des Hungers in der Welt, die Versorgung mit Trinkwasser, Qualität und Sicherheit der Nahrungsmittel unter Berücksichtigung von Ökosystemen, Vorsorge vor den Krankheiten unserer Zeit, Innovationen in Wissenschaft und Technologie zur Erforschung neuer Nahrungsquellen, Verbesserung der Ernährungssituation, Konservierung und Verteilung, Bildung und Erziehung der Jugend zu einer gesunden Ernährung und Wiederentdeckung traditioneller Nahrungsmittel umschreiben die diesbezüglichen Herausforderungen unserer Zeit.

Die Leitthemen Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung, Nahrungssicherheit und erneuerbare Energien nehmen damit die zentrale Rolle ein.

Die Länder der Welt waren aufgefordert, in Ihren Pavillons und Freiflächen Projekte und wissenschaftliche Erkenntnisse über nachhaltigen Anbau und Biodiversität bei der Zucht von Grundnahrungsmitteln zu demonstrieren und aufzuzeigen, wie bedeutsam ein wertschätzender Umgang mit der Natur für die Nahrungssicherung ist. Vieles drehte sich dabei um neue Ideen zur Ernährung sowie Strategien für die Lebensmittelindustrie und die Landwirtschaft, wobei auch die Quellen der Ernährung bis hin zu Lebensmittelproduktion und Konsum in der urbanen Welt dargestellt wurden.

Eine besondere Stellung nahm der Schweizer Pavillon ein, der die Nachhaltigkeit sicht- und spürbar mit dem Projekt Confooderatio Helvetica umsetzte und dafür den Preis für die "beste Interpretation des Themas" zugesprochen erhielt. In vier Türmen standen mit Kaffee, Salz, Wasser und Apfelringen Lebensmittel zur freien Bedienung durch die rd. 2 Mio. Besucher bereit. Die Esswaren wurden bewusst nicht nachgefüllt, um aufzuzeigen, dass Lebensmittelvorräte nicht unerschöpflich sind. Da die Vorräte nicht bis zum Ende der Ausstellung ausreichten und nur noch Restbestände von Kaffe und Salz übrig blieben, liess sich sowohl der Mangel wie auch der verantwortungsvolle Konsum konkret illustrieren.

Das Thema ist besonders interessant, weil es die Diskussion über verschiedene
große Herausforderungen für die Zukunft unseres Planeten eröffnet.“ Aussenminister BR Didier Burkhalter

In vielen Länderpavillons fanden sich hervorragende Interpretationen des Generalthemas, die interessante Anregungen vermittelten, oft in geglückter, da nicht aufdringlicher Kombination mit der Präsentation landeseigener Spezialitäten.

Nahrung und Wasser sind Grundlagen des Lebens. Sie werden symbolisiert durch den in einem Wasserbecken stehenden Lebensbaum, der zum Wahrzeichen der Expo geworden ist und erhalten bleiben soll, um künftig an die grossen Anstrengungen und Ziele der Weltausstellung zur Umsetzung des Themas „Den Planeten ernähren, Energie für das Leben" zu erinnern.

21 Millionen Eintritte wurden registriert. Wie stark konnten diese Menschen sich mit einzelnen Themen auseinandersetzen, angesichts teils stundenlanger Wartezeiten und teils zwangsläufigen Durchschleusens durch die Ausstellungen einzelner Pavillons?

Was bleibt ihnen haften, insbesondere auch angesichts des noch immer vorhandenen Hungers und Mangels an sauberem Wasser in vielen Ländern?

Wie können die Impulse, die die Expo 2015 in Mailand vermittelt, für die Umsetzung der gewaltigen globalen Herausforderungen auch angesichts des Klimawandels genutzt werden?

2010 fand die Weltausstellung in Shanghai zum Thema „Eine bessere Stadt, ein besseres Leben" statt und 2020 wird in Dubai zum Thema "Connecting Minds, Creating the Future" geladen

Bildergalerie

  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo 056_Lolo.jpg Ein persönlicher Favorit: Frankreich glänzte architektonisch und inhaltlich. (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 018_Lolo.jpg Aserbaidschan (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 020_Lolo.jpg Ein Blick auf die 'Hauptstrasse' des Expogeländes. (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 036_Lolo.jpg Der Palazzo Italia gleich neben bem Tree of Life. (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 044_Lolo.jpg (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 046_Lolo.jpg Manche Länder - wie Bolivien - bekamen einen kleinen rechteckigen Pavillion zur Verfügung gestellt. (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 048_Lolo.jpg So mancher Pavillion war eine echte Augenweide von aussen. Von innen konnte man an nur einem Tag nicht viele sehen. (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 051_Lolo.jpg Senkrechte Gartenarchitektur war bei so manchem Staat Trumpf: Auch bei Israel. (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 059_Lolo.jpg Kolumbien (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 060_Lolo.jpg China (Foto: Yolanda Stocker)
  • Click to enlarge image 15_11_02_Expo_ 063_Lolo.jpg Angola (Foto: Yolanda Stocker)

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