Gefahrguttransporte: Regulierung bleibt anspruchsvoll

Verschärfte Vorschriften für Gefahrguttransporte Verschärfte Vorschriften für Gefahrguttransporte

Lastwagen grosser Zahl durchqueren unser Land und transportieren vielfältige Güter. Nicht selten bergen diese ein beträchtliches Gefahrenpotenzial. Die Transportkette wird zusehends komplexer und deren Gesetzgebung immer umfassender. Daher braucht es eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Akteure und vertiefte Informationen über die jeweiligen neuen Verordnungen. Am regelmässig stattfindenden europäischen Gefahrgutkongress sie sie jeweils Gegenstand der Verhandlungen.

Laut Prognosen werden im Jahr 2050 weltweit jährlich über 300 Milliarden Tonnenkilometer unterwegs sein, was eine Zunahme von 330 Prozent bedeutet. Allein in Deutschland wird in den kommenden 15 Jahren mit über einem Viertel mehr Güterverkehr gerechnet.
Da sich Personen- und Gütertransporte dieselbe Infrastruktur teilen, stellen sich zahlreiche Fragen: Wo soll der Verkehr stattfinden? Auf der Strasse, auf der Schiene, im Binnenschiff- oder Seeverkehr, oder gar in der Luft?
Der weitere Spurenausbau der Autobahnen kann wohl kaum unbegrenzt fortgesetzt werden. Aber trotz der Forderung „von der Strasse auf die Schiene" nimmt der Lastwagenverkehr auch in unserem Land stetig zu, wobei vor allem der immense Transitverkehr ins Gewicht fällt. Wie kann dieser in Zukunft bewältigt werden? Welcher Belastung sind Lastwagenfahrer im zunehmenden Strassenverkehr ausgesetzt? Werden Gefahrguttransporte auf einer in Zukunft immer intensiver benutzten Infrastruktur gesellschaftlich überhaupt noch akzeptiert, und wenn ja zu welchen Bedingungen?

„Es wird eng auf allen Verkehrswegen!"

In der Branche der Gefahrguttransporte gab es im zu Beginn dieses Jahres viele neue Vorschriften und Klassifizierungen, sowie mehrere Übergangsvorschriften, die neu zu beachten sind. So wird beispielsweise bei den Gefahrgutumschliessungen die frühere behördliche Zulassung durch das neue Konformitätsbewertungssystem abgelöst. Die dazu in Kraft getretene Verordnung (GGUV) ist hauptsächlich auf die Marktüberwachung ausgerichtet. Damit soll durchgesetzt werden, dass in Verkehr gebrachte Produkte den technischen und gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Diese haben das Ziel, sowohl Gesundheit und Sicherheit von Personen als auch den Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Dies bedingt, dass häufiger als bisher risikoorientierte Kontrollen bei den verschiedenen Marktteilnehmern durchgeführt werden. Wie wichtig eine solche Überwachung ist, zeigen Ereignisse, wie sie vorallem beim Auslad defekter Druckbehältern auftreten können.

Deshalb werden die Gefahrgutumschliessungen über die gesamte Transportkette, sowohl im Strassen- wie im Eisenbahn-, Schiffs- und Flugverkehr, vermehrt kontrolliert, und zwar von der Bauart bis zur Zulassung. Die Bauartprüfung bewertet speziell die Stabilität, mögliche Verformungen beim Transport sowie die Füll- und Entleerungseinrichtungen. Daher ist die Suche nach geeigneter und gesetzeskonformer Verpackung immer schwieriger, denn Herstellung, Rekonditionierung, Wiederaufbereitung, Reparaturen und Prüfungen müssen nach einem von der zuständigen Behörde vorgeschriebenen Qualitätssicherungsprogramm erfolgen. So werden zum Beispiel Bauart, Dichtigkeit, Stabilität und Druck beim Stapeln sowie Fallprüfungen kontrolliert.
Immer wieder auftretende Unfälle mit gravierenden Folgen für die Umwelt rechtfertigen diese Massnahmen in höchstem Masse.

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