Hochwasserschutz verschlingt künftig Milliarden

Diese Woche hat es sich wieder gezeigt: Es ist wichtig, dass die Schweiz viel Geld in den Hochwasserschutz investiert. Die Vorsorge ist bestimmt günstiger, als noch grössere Summen für Schäden bezahlen zu müssen. Die Kosten dafür werden aber in Zukunft noch höher ausfallen. Man spricht von bis zu einer Milliarde Franken pro Jahr.

Zum Schutz vor Hochwassern werden Flüsse verbreitert, neue Dämme gebaut, Rückhaltebecken und Hang-Sicherungen erneuert. Diese Massnahmen dienen den Menschen, Tieren und der Infrastruktur. Heute investieren Bund, Kantone und Gemeinden dafür rund 600 Millionen Franken pro Jahr. In Zukunft wird dieser Betrag ansteigen. In 10 Jahren werde es fast doppelt so viele Steuergelder brauchen, sagt Olivier Overney, Leiter des Bereichs Hochwasserschutz im Bundesamt für Umwelt. 

Mit dem Geld werden in erster Linie Schutzbauten ersetzt, die zwischen 50 und 100 Jahre alt sind. Sie müssen höheren Anforderungen genügen, denn heute werden Gebäude und Strassen immer näher an Gefahrenzonen gebaut. Zudem haben sich die Hochwasser in den letzten Jahren gehäuft. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb die Schutzmassnahmen immer teurer werden. 

Verschiedene Projekte am Rhein, Bodensee und an der Reuss sind in Planung. Sie sind teuer und schwierig umzusetzen, vor allem weil dafür Land von Bauern beansprucht werden muss. „Genügend Land zu finden ist die grösste Schwierigkeit des Hochwasserschutzes“, sagt Overney.

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